Privilegienstadl KfW

Privilegienstadl KfW

Das geht aus einer vertraulichen Aufstellung für das deutsche Wirtschaftsministerium hervor, die der Zeitung "Bild am Sonntag" vorliegt. Das neunseitige Dokument mit dem Titel "Darstellung der betrieblichen Praxis zu den Nebenleistungen in den Vorstandsverträgen der KfW" benenne detailliert, welche Nebenleistungen jedem der sechs KfW-Vorstandsmitglieder laut Arbeitsvertrag zustehen, berichtete das Blatt.

KfW-Vorstände, die krankheitsbedingt vorzeitig ausfallen, erhielten demnach die vollen Bezüge bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Vorstandsverträge laufen in der Regel fünf Jahre. Die Bank zahle den Arbeitgeberanteil der privaten Kranken- und Pflegeversicherung nicht nur für das jeweilige Vorstandsmitglied, sondern auch für dessen Ehepartner und die Kinder. Die Beitragszahlungen liefen auch weiter, wenn der Vorstand - auf Wunsch bereits mit 63 Jahren - in den Ruhestand geht. Hinzu kämen eine üppige Altersversorgung und die Befreiung von der gesetzlichen Pensions- und Arbeitslosenversicherung.

Weiterhin stelle die Bank jedem Vorstand rund um die Uhr einen Dienstwagen der Luxusklasse neben Fahrer zur Verfügung, hieß es in dem Bericht. Bei Privatfahrten müsse das Vorstandsmitglied zuzahlen. Den geldwerten Vorteil für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte aber versteuere die KfW. Im Falle der doppelten Haushaltsführung erstatte die KfW die Kosten einer Mietwohnung am Dienstort und zahle auch die Steuern für den geldwerten Vorteil. Außerdem schließe die Bank für jeden Vorstand eine Manager-Haftpflichtversicherung ab. Im Gegensatz zur Praxis in vielen anderen Unternehmen müssten die KfW-Vorstände dafür nichts selbst zahlen.

Schwere Managementfehler hatten die KfW im Jahr 2008 ein Vermögen gekostet. Damals überwies die Bank 320 Millionen Euro an die US-Investmentbank Lehman Brothers, obwohl diese bereits insolvent war.

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