Nächster Pleitekandidat: Bosnien steht mit dem Rücken zur Wand

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Ohne einen neuen Kredit des IWF wird Bosnien-Herzegowina in eine "ausweglose Situation" geraten.

Diese Warnung war am heutigen Freitag laut bosnischen Medienberichten vom Ministerpräsidenten Vjekoslav Bevanda gekommen. Die Voraussetzung für einen neuen IWF-Kredit wäre Bevanda zufolge eine Budgetanpassung, die bis zum 7. September erfolgen soll.

"Ohne diese Voraussetzung gibt es kein Geld. Die zwei Landesteile haben sich verpflichtet, dass sie in ihren Parlamenten die von den Regierungen der Entitäten bereits angenommenen Budgetanpassungen bis zu diesem Termin annehmen werden", betonte Bevanda.

Die Erwartung, dass die geforderte Budgetanpassung erfolgen wird, bekundete unterdessen auch der IWF-Chef in Bosnien, Costas Christou. Der IWF soll am 24. September über den neuen Kredit für Bosnien-Herzegowina in Höhe von 400 Mio. Euro entscheiden. Früheren Medienberichten zufolge soll die Laufzeit des Kreditabkommens zwei Jahre betragen, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um ein weiteres Jahr. Die ersten zwei Kredittranchen sollen den bosnischen Behörden noch vor Jahresende zur Verfügung stehen, dabei die erste bereits im September.

Bosnien hatte im Juli 2009 mit dem IWF einen Kreditvertrag über 1,2 Mrd. Euro abgeschlossen. Fünf Tranchen in der Höhe von insgesamt rund 400 Mio. Euro wurden ausbezahlt, bevor der Kredit eingefroren wurde. Christou warnte am Donnerstag, dass Bosnien-Herzegowina heuer erneut in eine Rezession fallen dürfte. Die Projektion des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zeige hohe Gefahr einer Stagnation, erläuterte der IWF-Chef gegenüber der Tageszeitung "Nezavisne novine". Die Arbeitslosigkeit im Westbalkanstaat liegt bei geschätzten 30 Prozent.

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