Krisenmarkt Europa: Neuzulassungen fallen auf tiefstes Level seit 1996

Krisenmarkt Europa: Neuzulassungen fallen auf tiefstes Level seit 1996

Das teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag mit. Damit fielen die Neuzulassungen auf den niedrigsten Stand seit 1996.

Als einziger großer Markt konnte sich Großbritannien dem Abwärtssog entziehen - hier stieg der Absatz um 13,4 Prozent.

Vor allem im schuldengeplagten Süden des Kontinents kaufen die Menschen wegen der hohen Arbeitslosigkeit und den düsteren wirtschaftlichen Aussichten kaum neue Pkws. Im ersten Halbjahr verkauften die Autobauer in der EU 6,6 Prozent weniger Neuwagen. Insgesamt rollten zwischen Januar und Juni 6,2 Millionen Neuwagen zu den Kunden.

Dauerhafte Flaute

Die Flaute auf dem westeuropäischen Automarkt wird nach Einschätzung von BMW-Chef Norbert Reithofer noch einige Zeit anhalten. "Insgesamt dürfte der westeuropäische Markt im laufenden Jahr um rund fünf Prozent zurückgehen", sagte Reithofer der "Börsen-Zeitung". Vor allem die Märkte in Italien, Spanien und Frankreich seien schwierig, aber auch Deutschland sei kein Selbstläufer mehr. Reithofer zufolge wird sich bis Mitte kommenden Jahres daran nicht viel ändern. "Vielleicht sehen wir im zweiten Halbjahr 2014 dann eine leichte Marktbelebung in Westeuropa."

Angesichts der Flaute auf den Automärkten versuchen viele Hersteller, Käufer mit Preisnachlässen zu locken. Auch BMW spüre den Preisdruck. Zu Premiumfahrzeugen passten zwar keine hohen Nachlässe, "der Wettbewerb ist jedoch sehr intensiv, weshalb auch wir uns von der Marktentwicklung nicht ganz abkoppeln können", räumte Reithofer ein. "Wir versuchen, Preisnachlässe so weit wie möglich zu vermeiden und zugleich unsere Marktanteile zu halten."

Der Münchener Autobauer will den Umsatzanteil Europas am Gesamtumsatz von derzeit 46 Prozent auf 40 Prozent reduzieren. China, Nordamerika und der Rest der Welt sollen künftig jeweils 20 Prozent zu den Verkäufen beisteuern. Grund hierfür sei die Dynamik in China und ein sich erholender US-Markt. Trotz der Expansion bleibe Deutschland "unsere industrielle Basis", sagte Reithofer. "Das hat sich bislang ausgezahlt und wird auch zukünftig so sein."

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