Irland bereitet Anzapfen des ESM vor

Irland bereitet Anzapfen des ESM vor

Im Juni haben sich die Finanzminister der Eurozone auf die Eckpunkte eines Instruments zur direkten Bankenrekapitalisierung für den 500 Mrd. Euro schweren Europäischen Stabilitätsmechanismus geeinigt. Eine rückwirkende Anwendung wird im Einzelfall entschieden.

Noonan erklärte im irischen Fernsehen, er wolle die Anforderung Irlands bis zum Herbst ausgearbeitet haben. Bis dahin wolle er auch Gespräche mit der für Rettungsaktionen in der Eurozone zuständigen Troika aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds führen.

Noonan hatte bereits daran mitgewirkt, die EZB zu überzeugen, einen Tausch von Schuldscheinen für die Rettung der zusammengebrochenen Anglo Irish Bank Corp. gegen 25 Mrd. an langfristigen Staatsanleihen in der Bilanz der irischen Notenbank nicht zu blockieren.

Der zweite Teil von Noonans Strategie sieht vor, den ESM für die Erstattung von bis zu 30 Mrd. Euro zu nutzen, die Irland für die Rettung anderer Banken ausgegeben hat. Eine rückwirkende Rekapitalisierung würde Irlands Verschuldung, die im laufenden Jahr einen Höhepunkt bei 123,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreichen soll, reduzieren, und dem Land bei der Rückkehr an die Kapitalmärkte helfen.

“Wenn wir naiv einfach hingehen und Geld fordern, werden wir keinen Erfolg haben”, sagte Noonan. “Daher habe ich begonnen, ein Finanzierungskonzept zu entwerfen, ähnlich dem bei den Schuldscheinen, so dass das Gewünschte ausschließlich auf Irland anwendbar ist und den ESM im vollen Ausmaß seiner Bestimmungen nutzt.”

Dafür will er die Unterstützung von EZB-Präsident Mario Draghi, IWF-Chefin Christine Lagarde und Olli Rehn, dem Wirtschafts- und Währungskommissar der EU, gewinnen. “Ich würde argumentieren, dass wir diese Maßnahme benötigen, um sicherzustellen, dass die Verschuldung reduziert wird und wir nie wieder ein Rettungspaket brauchen”, führte Noonan aus.

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