Iran: "Die USA können den Krieg beginnen, aber dessen Ende liegt nicht in ihrer Hand"

Iran: "Die USA können den Krieg beginnen, aber dessen Ende liegt nicht in ihrer Hand"

Jede US-Intervention in Syrien würde "den gesamten Nahen und Mittleren Osten in den Abgrund reißen", so Rafsanjani gegenüber Journalisten. "Es wäre naiv zu glauben, dass ein möglicher US-Schlag gegen Syrien nur Auswirkungen in Syrien hätte. Nicht nur das arabische Land, sondern die gesamte Region würden schlagartig in den Konflikt mit hineingezogen. Es gibt ohnehin schon sehr viele aufflammende Spannungen in einigen muslimischen Ländern, Syrien ist nur die Spitze des Eisberges", warnte der mächtige Expräsident.

"Eine US-Attacke wäre gefährliche Kriegstreiberei. Sie (die USA und ihre Alliierten, Anm.) können den Krieg beginnen, aber dessen Ende liegt dann nicht mehr in ihrer Hand."

Rafsanjani unterstrich die strategische Bedeutung Syriens in der Region und verwies auf die Schlüsselrolle von Damaskus als "Bollwerk gegen das zionistische Regime".

Der schiitische dominierte Iran hat größtes Interesse daran, Assad an der Macht zu sehen, da Syrien sein einziger Verbündeter in der arabischen Welt ist. Der Assad-Clan gehört zur schiitischen Sekte der Alawiten, während rund 70 Prozent der Syrer Sunniten sind. Die Rebellen - in zahlreiche Gruppen zersplittert - werden großteils von den sunnitisch regierten Golfstaaten unterstützt.

Expertenrat in Teheran berät über Syrien

Während sich nach dem Chemiewaffeneinsatz vom 21. August die Hinweise auf einen baldigen Militärschlag des Westens gegen das syrische Regime verdichten, hat dieses damit begonnen, sich mittels umfangreicher Abwehrpläne detailliert für einen solchen Angriff zu rüsten.

Das Thema Syrien ist indirekt auch ein Tagesordnungspunkt bei der zweitägigen Konferenz des Expertenrates in Teheran, das am Dienstag begonnen hat. Der Expertenrat ist jenes vom Volk für je acht Jahre gewähltes Gremium aus 86 Geistlichen, das die Arbeit des Obersten Führers Ayatollah Seyed Ali Khamenei bewertet, ihn aber auch absetzen kann.

Rafsanjani, der im Führungsgremium des Ausschusses sitzt, sprach sich für ein enges Zusammenrücken der politischen Institutionen im Iran aus. Sein politischer Ziehsohn, Hassan Rohani, der am 12. Juni zum siebenten Präsidenten gewählt wurde, nahm ebenso wie ein ranghohes Mitglied der mächtigen Revolutionsgarden an der Sitzung teil.

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