"Euro-Rettung wird für Deutschland in jedem Fall teuer"

"Euro-Rettung wird für Deutschland in jedem Fall teuer"

In einem vorab veröffentlichten Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Christoph Schmidt, angesichts der Krisenhilfe für südeuropäische Staaten dürfe sich niemand "der Illusion hingeben, es ginge für Deutschland ohne hohe Kosten".

Darüber hinaus bremse die große Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft Europas Investoren im Inland, warnte der Ökonom, der auch dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in Essen als Präsident vorsteht.

Er schloss nicht aus, dass die erst kürzlich gesenkten Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland bei einem Aufflammen der Euro-Krise weiter nach unten korrigiert werden müssten. Diese Vorhersagen stünden "unter der Prämisse, dass es keine dramatischen Zuspitzungen gibt". Aber "ein Regierungswechsel, ein nicht akzeptiertes Reformpaket oder ein Urteil der Rating-Agenturen" könnten gravierende Folgen haben, warnte Schmidt. Vom Außenhandel könne die größte Volkswirtschaft Europas derzeit ohnehin "keinen großen Wachstumsbeitrag erwarten".

Krisenstaaten wie Griechenland sollte nach den Worten des Konjunkturexperten mit einem Schuldentilgungs-Pakt geholfen werden, der mit einer "Politik des Forderns und Förderns" verknüpft sein müsse. "Solidarität alleine wird nicht zum Ziel führen, nur Härte auch nicht", sagte der Ökonom angesichts anhaltender Proteste in Griechenland und anderen Euro-Staaten gegen harte Sparauflagen.

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