FIFA startet Ermittlungen gegen Beckenbauer & Co

FIFA startet Ermittlungen gegen Beckenbauer & Co

Der Weltfußball FIFA hat aufgrund der Voruntersuchungen des Deutschen Fußball Bundes (DFB) erklärt gegen sechs ehemalige DFB-Funktionäre. Sie zählten damals zu den Organisatoren und DFB-Vorstand, der für die WM-Vergabe 2006 Stimmen gekauft haben soll.

Zürich. Nun ist es fix: Auch die FIFA wird die Ermittlungen gegen deutsche Ex-Fußballfunktionäre des Deutschen Fußball Bund (DFB) aufnehmen. Grundlage dafür sind die Ermittlungsergebnisse des DFB, der die Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer im Frühjahr 2015 mit internen Ermittlungen beauftragt hat. Aufgrund von dubiosen Zahlungen rund um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 in Deutschland, hatte Freshfields ermittelt. Nun nimmt auch die FIFA den Ball auf und ermittelt gegen die deutschen Ex-Funktionäre. Es sollen diverse Zahlungsströme und Benefits unter die Lupe genommen werden, mit denen die DFB-Funktionäre angeblich Stimmen gekauft haben.

Im Fokus der Ermittlungen stehen insgesamt sechs ehemalige Funktionäre des DFB: Wolfgang Niersbach (Ex-DFB-Präsident und Vize-Präsident der Fußball-WM 2006 in Deutschland). Er ist trotz Abgang beim DFB im November noch Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee. Helmut Sandrock (ehemaliger DFB-Generalsekretär), die Fußball-Ikone Franz Beckenbauer in seiner Funktion als DFB-Vize-Präsident und OK-Chef der Fußball-WM 2006, Theo Zwanziger (Ex-DFB-Präsident und ehemals Mitglied des FIFA-Exekutivkomitee), Horst Schmidt (ehemaliger DFB-Generalsekretär) und Stefan Hans (DFB-Finanzchef).

Die Investigationsgruppe der FIFA wird geleitet von Cornel Bobély. Für die Personen gilt die Unschuldsvermutung, teilt die FIFA mit.

Gegen Niersbach und Sandrock wird wegen möglicher Verstöße gegen die Ethikregeln der FIFA ermittelt.

In den Fälle von Beckenbauer, Zwanziger, Schmidt und Hans geht es um um dubiose Zahlungen für die Vergabe der Fußball-WM 2006. Das Turnier wurde 2006 in Deutschland ausgetragen. Gegen die vier Ex-DFB-Funktionäre wird ermittelt wegen zwei Tatbeständen: Anbieten und Annahme von Geschenken und anderen Vorteilen sowie der Bestechung und Korruption.

Freshfields hatte Anfang März 2015 den Untersuchungsbericht präsentiert. Es wurden aber keine Beweise für Stimmenkauf der deutschen Bewerber festgestellt. Was aber nicht heißt, dass Bestechung oder Vorteilsnahme ausgeschlossen werden kann.

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