Wolfs privates Business

Siegfried Wolf, als Magna-Chef bestbezahlter Manager Österreichs, investiert seine Fabelgagen in ein Netzwerk florierender Privatunternehmen.

Als der kanadische Autozuliefer-Riese Magna International Anfang Mai neue Rekordbilanzen präsentierte, weilte natürlich auch der eben erst zum neuen Chief Executive Officer (CEO) bestellte Siegfried Wolf am Unternehmenssitz in Aurora bei Toronto.

Exakt zur selben Zeit, am 10. Mai, kam es im Wiener Firmenbuch zur Registrierung eines neuen Unternehmens, der B & W Liegenschaftsverwertung GmbH: „B“ wie Breiteneder und „W“ wie Wolf.

Schon einen Tag später wickelte das neu gebildete Gespann – hier das steinreiche Geschwisterpaar Johann und Bettina Breiteneder, dort Magna-Topmanager Siegfried Wolf – einen spektakulären Immobiliendeal ab: Sie legten sich im Herzen der Wiener City um rund acht Millionen Euro ein Gründerzeithaus mit 4.500 Quadratmetern Nutzfläche zu, das nun einer Totalrenovierung unterzogen wird.

Das nötige Kleingeld für sein neuestes, privates Investment bringt Siegfried „Sigi“ Wolf mit Leichtigkeit auf. Denn der Bauernsohn aus dem oststeirischen Ort Merkendorf ist mit Abstand Österreichs bestbezahlter Manager: In den vergangenen vier Jahren hat der 47-jährige Kronprinz des austrokanadischen Magna-Gründers Frank Stronach regelmäßig Gagen in der Höhe zwischen acht und zehn Millionen Euro kassiert. Zum Grundgehalt von gerade einmal 100.000 Dollar (Wolf: „Als ich 1994 zu Magna gegangen bin, haben mich alle wegen des geringen Grundgehalts ausgelacht“) kommen nämlich generöse Aktienoptionen und üppige Bonuszahlungen hinzu – allein der an Wolf überwiesene Bonus erreichte im Vorjahr 6,1 Millionen Dollar.

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