Wettbewerbsfaktor Wissen: Denkwerkstatt Österreich

Quantenforschungs-Hot-Spot Boltzmanngasse 5, Wien: Hier bewies der Physiker Anton Zeilinger, dass prinzipiell machbar ist, was bislang nur in Science-Fiction-Filmen möglich war – das Beamen.

Experimentalphysik-Hot-Spot Technikerstraße 25, Innsbruck: Hier schafften es Forscher des Instituts für Experimentalphysik, das so genannte Bose-Einstein-Kondensat zu stabilisieren – ein weltweit beachteter Erfolg, der neue Einblicke in den Aufbau der Materie erlauben könnte.

Bioscience-Hotspot Dr.-Bohr-Gasse 7, Wien: Hier fand der Biotechnologe Josef Penninger am Institut für molekulare Biotechnologie heraus, wie ein bestimmtes Molekül zur Entstehung von Knochenschwund führt. Inzwischen gilt Penninger bereits als Nobelpreisanwärter.

Materialtechnik-Hot-Spot Fischerstraße 9, Ried im Innkreis: Hier entwickeln Techniker der Firma FACC „intelligente“ Oberflächenmaterialien für die Luftfahrt – ohne die Flugzeughersteller wie Boeing oder Airbus heute nicht mehr abheben könnten.

Vier beachtliche Erfolgsgeschichten im Bereich Forschung und Entwicklung (kurz: F&E) aus Österreich – umso beachtlicher, wenn man die Beträge kennt, die hierzulande unter diesem Titel ausgegeben werden. Derzeit liegt die F&E-Quote bei 1,96 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), im guten EU-Mittelfeld, aber deutlich hinter dem OECD-Schnitt.
Allerdings: Österreich ist dabei, aufzuholen. 2003 werden nach Schätzungen des Statistischen Zentralamts (ÖSTAT) rund 4,34 Milliarden Euro in F&E investiert.

  • 1,75 Milliarden kommen von der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Gemeinden)
  • 1,77 Milliarden von der heimischen Wirtschaft und
  • 801 Millionen von ausländischen Unternehmen.

Insgesamt sind das 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr, 27,7 Prozent mehr als 1998 und gar 88,5 Prozent mehr als 1993.

Grund zum Jubeln? Ja und nein. Eine „beachtliche Steigerung“ der F&E-Investitionen konstatiert zwar auch Hannes Leo vom Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo. Aber: „Die Forschungsquote passt in Österreich nicht ganz mit der Einkommensquote zusammen. Wenn man von Letzterer ausgeht, müssten wir unter den besten fünf OECD-Staaten liegen.“

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