Wer braucht Eliten?

Gugging, Aspern, St. Marx oder ganz wo anders? Der Streit um den Standort der Elite-Uni verdeckt ein wichtigeres Problem: Wie soll Österreich in Zukunft seine Begabten fördern?

Was brauchen Sie, um eine Eliteuniversität zu gründen?“ Diese Frage stellte der amerikanische Ölmagnat John D. Rockefeller dem Präsidenten der Harvard-Universität am Ende des 19. Jahrhunderts. Die Antwort war ziemlich präzise: 50 Millionen Dollar. Und 200 Jahre Zeit.

In Österreich sollte das ein bisschen schneller klappen. Geht es nach Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer, soll bereits im Herbst Österreichs erste Eliteuniversität in Gugging vor den Toren Wiens ihre Pforten öffnen. Auf dem Areal der Landesnervenklinik sollen dann, so will es die Ministerin, Professoren von Weltruf eine Gruppe handverlesener Spitzenstudenten betreuen. In einer Endausbaustufe werden es dann bis zu 500 Forscher sein, die über den Campus streunen, Patente en masse erfinden und so einen Schub für die österreichische Wirtschaft auslösen.

Auch wenn das Projekt nach den Turbulenzen der vergangenen Tage ziemlich unsicher ist, am Plan einer Eliteuniversität wird nicht gerüttelt. Österreich braucht, da sind sich selbst die Gegner von Gugging einig, dringend eine neue wissenschaftliche Elite. Bloß: Warum eigentlich?

Die Befürworter von Eliteuniversitäten argumentieren, dass es dabei um nichts weniger als um die Zukunft des Landes geht. „Elite ist notwendig und wichtig, um Österreich weiter auf der Landkarte zu behalten“, sagt Erhard Busek, Exwissenschaftsminister und früherer ÖVP-Chef. Ähnlich sieht es auch der Zukunftsforscher Andreas Reiter: „Im Sport, in der Kunst – überall gibt es Elitedenken. Warum nicht auch in der Bildung?“

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