Verdacht auf Untreue

Der Exchef des Billa-Diskonters Penny sitzt nach Hausdurchsuchungen in U-Haft. Laut Kripo hätte er mit fingierten Geschäften Millionen veruntreut. Er weist die Vorwürfe zurück.

Siebzig Sparbücher mit knapp zwei Millionen Euro Gesamtwert und zum Drüberstreuen Goldbarren, eine Münzsammlung und 200.000 Euro in bar – die Beamten der Wirtschaftsgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich staunten nicht schlecht, als sie bei zwei Hausdurchsuchungen samt Öffnung mehrerer Bankschließfächer über das äußerst leger veranlagte Vermögen stolperten.

Bereits seit Mitte vergangenen Jahres ermitteln die Wirtschaftspolizisten gegen den in der Handelsbranche prominenten Exmanager der Rewe Group Austria (Billa, Merkur, Penny, Bipa) Ernst Schütz, 48. Schütz, der einst vom Pleite gegangenen Handelsriesen Konsum zu Billa gewechselt war, war jahrelang Chef der Rewe-Diskontschiene Penny (vormals Mondo) gewesen. Die Arbeitshypothese der Kriminalisten: Schütz soll sich persönlich bereichert haben, indem er für Penny überteuerte Werbeartikel einkaufte und sich die fetten Spannen mit seinem Lieferanten teilte. Gegen diesen, den Wiener Geschäftsmann Rudolf Erlinger, 44, laufen ebenfalls Ermittlungen. Erlinger war das Ziel der zweiten Hausdurchsuchung. Für Schütz und Erlinger gilt die Unschuldsvermutung.

Es geht bei dem Handelskrimi um so harmlose Produkte wie Feuerzeuge, Kaffeetassen, Regenschirme, Maniküresets oder Sparschweine, die das Mondo- bzw. das Penny-Logo trugen und zur Kundenbindung dienten. Solche Artikel werden zumeist in Asien gefertigt und entweder verschenkt oder zu symbolischen Preisen verkauft.

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