TausendsAssinger: Der Kärntner Ex-Gendarm verdiente im Vorjahr 990.000 Euro

Dienstagabend in Linz hielt es Armin Assinger für seine Verhältnisse ungewöhnlich lang fernab der Heimat aus. Geschlagene zwei Stunden hatte er in Saal 1 des Cineplexx 550 geladene Gäste der Wiener Städtischen Versicherung und sechs oberösterreichischer Unternehmen in die Geheimnisse des „Lebens als Abfahrtslauf“ eingeweiht. Anschließend gönnte sich der 39-Jährige gleich nebenan im Separée von „Alexander’s Bar“ einen relaxenden Kräutertee.

Stressiger Hintergrund: Derzeit zaubert es den Mann, der sonst nach getaner (Vortrags-)Arbeit gleich nachhause zu Frau und Kindern aufbricht, so herum, dass es sich gar nicht auszahlt, über Nacht heim ins Gailtal zu fahren. Am Mittwoch ging es noch im Morgengrauen über Frankfurt nach Los Angeles, wo sich Assinger in Hollywood drei Tage auf Dietrich Mateschitz’ World Stunt Awards vorbereiten kann.

Die L.A.-Connection. Samstagabend, wenn Dennis Hopper und Carmen Electra die Preise für die waghalsigsten Filmszenen überreichen, wird der resche Kärntner im Auftrag des ORF live dabei sein und einen TV-Zusammenschnitt des Spektakels kommentieren. In Hollywood kümmert sich Gernot Friedhuber um den Kärntner: Friedhubers Agentur Grace organisiert den Stunt Award und sorgte auch dafür, dass Arnold Schwarzenegger im Actionstreifen „Terminator III“ publicityträchtig Manner-Schnitten einkaufte.

Der kernige Kulturexport Arnie exerzierte vor, wie weit man es als bodenständiger Ösi bringen kann. Armin Assinger über seinen Kalifornien-Trip: „I wül nix von Hollywood. Nochher fohr i wieda noch Hermagor.“

Atemberaubendes Karrieretempo. Obwohl der gelernte Gendarmeriebeamte meilenweit vom Starruhm der steirischen Eiche entfernt ist, hat sich der mittelmäßig erfolgreiche Abfahrtsläufer daheim innerhalb weniger Jahre zum Spitzenverdiener und omnipräsenten Guru für Millionen hochgearbeitet. Geschätztes Vorjahreseinkommen des Entertainers: fast eine Million Euro.

Ob erfolgreicher Präsentator der quotenträchtigen ORF-Hauptabendsendung „Millionenshow“, hoch bezahlte Auftritte im Werbefernsehen, zweifacher Buchautor oder neuerdings Business-Coach: Dem Athleten, der während seiner 20 Jahre im Skizirkus gerade einmal vier Weltcuprennen gewonnen hat, gelang es, seine Karriere fernab der Pisten auf atemberaubende Weise zu beschleunigen.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT
PLUS: Die Millionen-Geschäfte des Armin A.
PLUS: Assinger als Business-Coach in Baden. Ein Lokalaugenschein.
PLUS: Vater und Familienmensch
PLUS: „Millionenshow“ live: „Nix wie weg hier!“

Kommentar
Hannes Androsch, 76, wurde vom Kanzler beschieden, er würde auf einem Parteitag keine zehn Stimmen bekommen. Ein Irrtum.

Standpunkte

Hannes Androsch: Plan A im Check - warum er klappen muss

Kommentar
Martin Ohneberg (li), Michael Tojner

Standpunkte

Zwei Unternehmer mit einem offenen Brief an die Regierung

Wirtschaft

Kompakt: Die Schlagzeilen des Tages