Strassers neuer Job

Das Geheimnis ist gelüftet: Der Ex-Innenminister kümmert sich künftig als neuer Topmanager des Wiener Investmenthauses VCP um Energieprojekte in Osteuropa.

Das Einstandspräsent für seinen neuen Job langte zeitgerecht am Mittwoch aus London ein: Die Londoner Filiale der Hongkong Shanghai Banking Corporation (HSBC), immerhin die zweitgrößte Bank der Welt, überweist 100 Millionen Euro, die der frisch gebackene Topmanager in Osteuropa investieren darf.

Denn ein über vier Monate lang streng gehütetes Geheimnis ist endlich gelüftet: Nach seinem überraschenden Rücktritt als Innenminister am 10. Dezember heuert Ernst Strasser beim vom Exbanker Heinrich Pecina gegründeten Wiener Investmenthaus Vienna Capital Partners (VCP) an. Ab 1. Juli soll der 48-Jährige als geschäftsführender Gesellschafter der VCP Energy Holding GmbH lukrative Investments in Kraftwerke in den neuen EU-Ländern im Osten aufspüren.

Strasser, dem der Rückzug aus der Politik mit einer kolportierten Jahresgage von 500.000 Euro versüßt wird, im Exklusivinterview mit FORMAT über seine Karriereentscheidung: „Die Kultur, die hier herrscht, war einer der Gründe für meine Entscheidung: schnell, schlank, österreichisch. Und dabei international erfolgreich: Die VCP hat in den vergangenen Jahren ein Transaktionsvolumen von 2,5 Milliarden Euro bewegt“.

Sein neuer Chef Heinrich Pecina freut sich über Strassers Entscheidung und beschreibt den größten Unterschied in der neuen Profession: „Ein Politiker hat viel Macht, ein Investmentbanker keine. Der beginnt am Morgen im Idealfall mit einem weißen Blatt Papier, auf dem er Strategien und Lösungen entwickelt.“

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