Salz auf der Haut

Der Industrielle Hannes Androsch und Raiffeisens Ludwig Scharinger steigen mit ihrer Salinen AG ins Kosmetikbusiness ein. Start ist Mitte September.

Der Ursprung: „Das ist Wasser, das ist Meer, das ist der Stein, in dem unser Salz seit fünf Millionen Jahren konserviert wird“, philosophiert Thomas Jozseffi, Boss der Österreichischen Salinen AG. Um die Assoziation bildlich für eine neue Produktgruppe umzusetzen, wurde ein stimmungsvolles Foto mit Felsen im Meer ausgewählt. Doch die Agentur hatte angesichts des begüterten Salinen-Haupteigentümers Hannes Androsch überzogene Vorstellungen für die Fotorechte: satte 25.000 Euro. Die Werbekampagne musste kurz vor Start noch einmal geändert werden.

Die Einführung der Marke „Salinea“ findet am 14. September dennoch planmäßig statt. Damit wollen Androsch und Raiffeisen Oberösterreich – beide halten je 36 Prozent an den Salinen – sowie Jozseffi groß ins Kosmetikgeschäft einsteigen. Vier Salinea-Produkte sind fertig entwickelt: Badesalz, Duschgel, Körpercreme und Lotion. Damit wollen Androsch & Co nach den Gewürzregalen jetzt auch die Körperpflegesortimente des Handels erobern.

Exklusivvertrag mit der Bipa-Kette. Im ersten Schritt werden die Wellness-artikel aus Bad Ischl, dem Sitz des Unternehmens, exklusiv beim Filialisten Bipa vertrieben, der zu Rewe Austria gehört. Multiindustrieller Androsch erklärte dazu: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Außerdem habe ich mit Bipa und dem langjährigen Rewe-Chef Veit Schalle immer einen guten Kontakt gepflegt.“

Die Idee, in dieses lukrative Segment einzusteigen, hatten Androsch und Jozseffi gemeinsam. „Salz ist ein Naturprodukt. Dass wir hier weiter diversifizieren, liegt auf der Hand“, sagt der Eigentümer. „Mit Salz lassen sich tausend verschiedene Anwendungen machen“, ergänzt sein Generaldirektor, der auch 3,5 Prozent der Salinen AG besitzt: „Außerdem liegt Wellness im Trend.“

Pro Jahr geben die Österreicher für Kosmetik- und Körperpflege 1,2 Milliarden Euro aus, 157 Millionen davon für Reinigung und 227 Millionen für Hautpflege. In einer Lightversion gab es Salinea bereits, allerdings nur in Hotels. Nachdem der Umsatz über diese Vertriebsschiene zu gering ausfiel, wurde das Konzept überdacht und einem Relaunch unterzogen. Jetzt ist Offensive in großem Stil angesagt.

Gabriela Schnabel
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