Pillen-Check: Die neuen Wunderpillen

Jugend, Gesundheit, Glück auf ewig. Eine neue Generation von Wundermitteln rückt Träume in greifbare Nähe. FORMAT verrät, welche Pillen nur „in“ sind und welche wirken.

Der Griff zu den Pillen ist für sie mittlerweile zur Routine geworden. Bevor sich Frances Schönberger ins tägliche Infotainmentbiz aufmacht, wirft sie eine Hand voll Vitamine und Fitmacher ein. Legales Doping für den Alltag in Hollywood. Denn die deutsche Starjournalistin, der sogar Arnold Schwarzenegger vertraut, weiß genau: Wer in Malibu mithalten will, muss möglichst lange attraktiv, schlank und leistungsfähig bleiben.

Und mit gesunder Ernährung, Fitnesstrainings und Yoga allein ist der Weg
zur ewigen Vitalität nicht zu beschreiten. Auch mit banalen Vitaminpräparaten finden die, die nach dem Jungbrunnen streben, nicht das Auslangen. Fortgeschrittene greifen inzwischen zu speziellen Cocktails aus Hormonen, Amino- und Fettsäuren: DHEA, CLA und HGH sind nicht nur chemische Kürzel, sondern die Hoffnungsträger des Anti-Aging. „Die Amerikaner sind hier natürlich offensiver als wir und preisen neue Mittel immer euphorisch an“, meint der Gynäkologe und Anti-Aging-Mediziner Erich Müller-Tyl. Doch auch in seiner Praxis in Wien-Döbling steigt die Nachfrage nach einem sanften Doping mit pflanzlichen oder hormonellen Substanzen.

Die meisten dieser Wundermittel produziert der Körper selbst – allerdings mit zunehmendem Alter nicht mehr in der gewünschten Menge. Was liegt also
näher, als die fehlenden Substanzen nachzufüllen? Eine Frage, die sich auch der Wiener Arzt und Biochemiker Jörg Birkmayer stellte. Ihm gelang es vor Jahren, das körpereigene Coenzym 1 als natürliches Nahrungsergänzungsmittel NADH im Labor herzustellen. Dieses Coenzym ist die Lebensenergie schlechthin und an allen Stoffwechselfunktionen beteiligt. Mangel an NADH führt zu körperlichem und geistigem Leistungsabfall. Das Produkt, das unter dem Namen Enada oder jetzt neu auch als EnaChi in Apotheken erhältlich ist, wird unter Ärzten und Managern als gesunder Muntermacher gehandelt. Birkmayer: „Ich empfehle jedem über 40 eine Tablette Enada morgens auf nüchternen Magen und ein bis zwei Tabletten bei Leistungsabfall am Nachmittag.“ Die einzige unerwünschte Nebenwirkung der kleinen weißen Pillen: Eine 80-Stück-Packung Enada kostet immerhin rund 90 Euro.

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