Mit Köpfchen zu den Kunden

FORMAT-Schwerpunkt KMU: Marketing & Kundenbindung. Was KMUs an Budget fehlt, um mit den Kampagnen großer Konkurrenten mitzuhalten, gleichen viele durch Kreativität und Ideen aus.

Geht es um Marketingaktivitäten, sind die rund 250.000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Österreichs vor allem auf Kreativität und Cleverness angewiesen. Denn obwohl sie das Rückgrat unserer Wirtschaft darstellen, 1,6 Millionen Menschen beschäftigen, 275 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaften und 18 Milliarden Euro an Investitionen tätigen, stammt der allergrößte Teil jener 3,8 Milliarden Euro, die im Vorjahr für Marketing ausgegeben wurden, aus den Budgets der großen nationalen und internationalen Markenartikler. Das trifft vor allem auf die klassische Werbung zu. „KMU können aufgrund der beschränkten Budgets nicht mit den Werbeetats der Großen mithalten. Aus diesem Grund setzen sie vor allem auf die alternativen Kommunikationsschienen wie Eventmarketing, POS-Aktivitäten, Customer Relationship Marketing (CRM)“, analysiert Peter Schnedlitz, Professor am WU-Institut für Handel und Marketing.

„Mein Credo lautet, niemals einen direkten Cent für Werbung auszugeben“, sagt etwa der Zuckerbäckermeister Karl Piaty aus Waidhofen an der Ybbs, der in seinem Betrieb 20 Mitarbeiter, darunter vier Lehrlinge, beschäftigt. Dennoch vergeht kaum eine Woche, in der Piaty nicht in einem regionalen oder überregionalen Medium präsent ist – meist prominent ins Bild gesetzt mit einem seiner Produkte.

Der kreative Bäcker findet immer wieder originelle Aufhänger, die Journalisten gern aufgreifen: Der Verkauf von „2-Euro-Gutscheinen“, eine Aktion für kleinere Euro-Scheine, brachte ihm sogar Fernsehauftritte. Zum Wurstsemmel-Sager der ÖVP-Jungabgeordneten Silvia Fuhrmann („Wenn ich zum Billa gehe und mir drei Wurstsemmeln kaufe, zahle ich auch zehn Euro“) erfand er die passende Semmel um 3,33 Euro – Größe XXL mit 20 Deka Schinkeneinlage. Jetzt tourt Piaty mit seiner jüngsten Kreation – pikante „Feuerwuchteln“ mit roten Pfefferoni, die anlässlich der NÖ-Landesausstellung 2007 in seiner Heimatstadt zum Thema „Feuer“ als regionale Spezialität vermarktet werden sollen – durch die Lande.

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