Industrietycoon Mirko Kovats im FORMAT-Interview: „Ich bin noch lange nicht satt“

Industrietycoon Mirko Kovats über die Bank Burgenland, seinen großen Traum, sein Verhältnis zu Geld und eine Radikalkur für Europa.

FORMAT: Sie waren vergangene Woche in der Karibik, während Ihr Angebot für die Bank Burgenland hier von der Politik zerpflückt wurde. Hat Ihnen das die Strandlaune verdorben?
Kovats: In aller Bescheidenheit: Wir haben eine Größenordnung erreicht, wo es nicht mehr so entscheidend ist, ob wir einen Deal machen oder nicht. Es kommen immer neue Gelegenheiten. Auf meine Laune hat das nicht viel Einfluss.
FORMAT: Dachten Sie in der Karibiksonne nie daran, den Hut draufzuhauen?
Kovats: Warum denn? Ich wollte die Bank Burgenland ja haben. Aber nicht um jeden Preis.
FORMAT: Sie sind ein unruhiger Geist. Können Sie überhaupt am Strand liegen?
Kovats: Ich habe jeden Tag nach dem Frühstück meinen Laptop angeworfen. Die haben dort kein Breitbandinternet, sondern nur Kupferkabel. Alle E-Mails zu lesen dauerte schon seine Zeit. In zwei Wochen kam eine Internetrechnung über 800 Dollar zusammen. An die Handyrechnung will ich gar nicht denken. Aber meine Betriebe werden es aushalten.
FORMAT: Also kein Strand?
Kovats: Doch, am Nachmittag. Ich habe zwei spannende Romane von John Grisham gelesen und „Kampf gegen die Armut“, ein Buch von Jeffrey Sachs, einem der bedeutendsten amerikanischen Wirtschaftsgelehrten.
FORMAT: Was machen die Luxusapartments, die Sie auf den Bahamas bauen?
Kovats: Die gehen in karibischem Tempo voran, also langsam. Ich finde mich damit ab, dass dieses Projekt fünf Jahre länger braucht als geplant – und deswegen aus einer Traumrendite eine normale Rendite wird.
FORMAT: Die Bank Burgenland haben Sie jetzt trotz Ihrer Nachbesserung nicht bekommen?
Kovats: Das hat der Landtag entschieden. Der Vertrag war fertig.

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