„Ich gefährde den freien Hochschulzugang nicht“

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer kritisiert die Zugangslösungen mancher Unis und den EuGH. Sie will, dass „möglichst viele Österreicher studieren können“.

FORMAT: Die Situation an den Hochschulen erschien in den vergangenen Monaten teilweise chaotisch. Was wurde getan, um diese Situation zu entschärfen?
Gehrer: Die Weitergabe der Information funktionierte gut. Jede Uni hat ihre Homepage, auf der Studenten sich informieren konnten. Wir haben Klarheit geschaffen, indem wir am 8. Juli fixierten, dass die Universitäten in den Numerus-clausus-Fächern Aufnahmeverfahren machen können. Aber die Vorgangsweise mancher Medizinunis hat mich gestört. Zum Beispiel das Los als Auswahlkriterium in Innsbruck – so möchte ich das nicht noch einmal haben. In anderen Bereichen hat man gesehen, dass noch Kapazitäten da sind.
FORMAT: Wie stellen Sie sich faire Zugangslösungen für die Zukunft vor?
Gehrer: Mir kommt es darauf an, eine Lösung zu finden, dass möglichst viele Österreicher studieren können. Aber das darf man nicht falsch verstehen: Auch ausländische Studierende sind wichtig, ihr Aufenthalt in Österreich ist für unser System befruchtend, und wir fördern den Austausch. Die zukünftige Zugangsregelung muss EU-konform sein, und ich möchte dazu für die medizinischen Fächer eine Regelung, mit der wir feststellen können, wie viele Studienplätze wir für Österreicher brauchen.

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