Hoffnungsbranche Biotech

In der weltweit dynamischsten Branche, der medizinischen Biotechnologie, hat sich Wien als international beachteter Standort etabliert.

Der 19. September 2005 war für die Manager und Forscher der heimischen Biotech-Company Intercell ein wichtiges Datum. An diesem Tag wurden in Berlin die ersten Probanden für die dritte und letzte Phase der klinischen Prüfung des von ihr entwickelten Impfstoffs gegen die in ganz Südostasien verbreitete Japanische Enzephalitis (JE) geimpft. Das neue Präparat mit dem Kürzel IC51 wird nun in Studienzentren auf der ganzen Welt an insgesamt 4.900 Testpersonen verabreicht.

Bestätigen sich dabei die bisherigen Testergebnisse, kann Intercell Ende des nächsten Jahres die Zulassung des neuen Impfstoffs in den USA beantragen. Dass das neue Medikament zuerst dort und erst etwas später in Europa auf den Markt kommen soll, hat einen ebenso brisanten wie unerwarteten Hintergrund: Die U.S. Army will Truppen, die in der gefährdeten Region operieren müssen, mit einem wirksameren und nebenwirkungsfreieren JE-Impfschutz versehen, als ihn die derzeit angewandte, technologisch veraltete Impfung bietet. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat Intercell so-gar ein vereinfachtes Zulassungsverfahren und intensive Zusammenarbeit während der Vorbereitung und Einreichung zugesagt.

Heimische Biotech-Firmen vor großem Durchbruch. Mit der Zulassung wäre Intercell das erste österreichische Biotech-Unternehmen, das eine Produktentwicklung erfolgreich abschließt. Dass der Durchbruch ausgerechnet mit einem Präparat gelingt, das sogar für die US-Armee von strategischem Interesse ist, würde wohl auch die internationale Aufmerksamkeit für den gesamten Biotech-Standort Österreich verstärken.

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