Hitzige Wahlschlacht

Am 1. Oktober wählt Österreich, und der Wahlkampf läuft bereits auf Hochtouren. Was die Parteien ausgeben werden und wofür.

Es war ein Fest ganz nach dem Geschmack des Parteichefs: herrliches Wetter, illustre Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur, ein weitläufiges Parkgelände, mit Rosen dekoriert, mitten durch den Park ein kleines Bächlein, und über all dem schwebte musikalische Untermalung am Klavier. SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hatte vergangenen Montag endlich wieder einmal Gelegenheit, sich entspannt in der Öffentlichkeit zu zeigen und seine Gastgeberrolle zu genießen: Fast 1.600 Gäste waren seiner Einladung zum jährlichen SPÖ-Sommerfest in den Park des Gartenhotels Altmannsdorf gefolgt. Und in seiner kurzen Rede hob der sichtlich gut gelaunte SPÖ-Chef zu einem unorthodoxen Aufruf zur Solidarität an. „Es ist an der Zeit, die kalorische Energie des Matschkerns in die kinetische des Gestaltens umzuwandeln“, sagte Gusenbauer in Richtung Parteifreunde, und selbst der Überraschungsgast des Abends, ORF-Chef Monika Lindner – zuletzt bei Wolfgang Schüssels „Rede zur Lage der Nation“ unter ÖVP-Granden – applaudierte.

So harmonisch wie an jenem Abend wird es nicht weitergehen: Zum einen glänzten einige SPÖ-Länderchefs wie die Salzburgerin Gabi Burgstaller, der Steirer Franz Voves oder die Kärntnerin Gaby Schaunig sowie Spitzengewerkschafter wie Wilhelm Haberzettl oder Wolfgang Katzian durch Abwesenheit und demonstrierten damit, dass der SPÖ-interne Konflikt keineswegs beigelegt ist. Zum anderen zeigen die Umfragen der vergangenen Wochen, dass die Kanzlerpartei ÖVP konstant mit bis zu fünf Prozent vor den Sozialdemokraten liegt. Aus dem Umfeld der ÖVP ist sogar von parteiinternen Umfragen die Rede, die der Volkspartei einen weitaus größeren Vorsprung ausweisen sollen.

Öffentlich kommuniziert werden diese Zahlen freilich nicht: Die Parteibasis soll sich des Sieges nicht zu sicher sein. Wohl auch, um dem vorzubeugen, hat ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka am Dienstag die ÖVP-Plakatserie für die Sommermonate vorgestellt: 1.350 Plakate mit dem Konterfei von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sollen bis Ende August in ganz Österreich zu sehen sein. Kostenpunkt: 150.000 Euro.

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