Glückliche Trennung

Mirko Kovats zieht sich mit über 170 Millionen Euro Gewinn aus der Unaxis zurück. Seine bisherigen Partner Ronny Pecik und Georg Stumpf wollen den Turnaround des Schweizer Tech-Konzerns vollenden.

Das Bild von typischen Scheidungsopfern geben die drei Herren im Maßanzug wirklich nicht ab. Die einvernehmliche Trennung von Mirko Kovats und seinen bisherigen Mitstreitern Ronny Pecik und Georg Stumpf beim Schweizer Technologiekonzern Unaxis hinterlässt lauter zufriedene – und reiche – Industrielle. „Das war wirklich eine Win-Win-Situation“, strahlt Investmentbanker Pecik, „jeder konzentriert sich auf das, was ihm am meisten am Herzen liegt.“

Über 300 Millionen Euro Volumen. Der diese Woche durchgezogene Deal, bei dem es immerhin um ein Volumen von mindestens 330 Millionen Euro geht, kam völlig überraschend. Mirko Kovats, bisher Verwaltungsratspräsident der Unaxis, zieht sich vollständig aus dem Schweizer Technologiekonzern zurück. Seine Funktion übernimmt sein bisheriger Vize Georg Stumpf, der einer breiteren Öffentlichkeit durch den Bau des Millenium Towers bekannt wurde (siehe Interview im neuen FORMAT). Das Aktienpaket von Kovats in Höhe von 15 Prozent der Unaxis wird zu gleichen Teilen von Ronny Pecik und Stumpf übernommen. Nach außen ändert sich somit an den Beteiligungsverhältnissen nichts: Die Victory-Holding hält weiter 45 Prozent der Unaxis, doch statt auf drei verteilen sich die Aktien nur noch auf zwei Eigentümer. Neben diesen 45 Prozent halten Pecik und Stumpf noch zehn Prozent der Unaxis in Form von Optionen, weitere zehn Prozent besitzt das Unternehmen selbst – quasi als Tauschwährung für etwaige Akquisitionen. Gleichzeitig zieht sich Ronny Pecik teilweise aus dem A-Tec-Konzern von Kovats zurück. Er gibt 19,5 Prozent ab und hält nun 23 Prozent, Kovats 69,5 Prozent. „Das ist ein Teil der Bezahlung für das Unaxis-Paket“, erklärt Ronny Pecik, „aber natürlich nicht ausreichend für den gesamten Kaufpreis.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Im März 2017, kurz nach seinem 67. Geburtstag, wird Karl Sevelda den Vorstandsvorsitz bei der RBI zurücklegen, die er in den letzten vier Jahren erfolgreich schrumpfte. Er war sein ganzes Berufsleben lang Banker bei CA und Raiffeisen, unterbrochen von einem Ausflug zu FPÖ-Vizekanzler Norbert Steger (1983-85).

Wirtschaft

RBI-CEO Sevelda: "Ich habe die allerbeste Zeit erwischt"

Wirtschaft

Österreichs Wirtschaft heißt Flüchtlinge willkommen

Bonität

Out of Business: Insolvenzfälle vom 17. Januar 2017