Geld zurück vom Fiskus

Wer jetzt seine Arbeitnehmerveranlagung für 2005 einreicht, kann schon in ein paar Tagen mit einer Rückerstattung vom Fiskus rechnen.

Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat allen Grund, den österreichischen Arbeitnehmern dankbar zu sein: Im Vorjahr flossen 16,9 Milliarden Euro Lohnsteuer in die Staatskasse. Dazu kamen noch 2,5 Milliarden Euro aus der Einkommensteuer, die nicht nur von Selbständigen kassiert wird, sondern auch von Angestellten mit Nebeneinkünften.

Ab sofort haben rund 3,5 Millionen Arbeitnehmer die Chance, alle Absetzposten für 2005 geltend zu machen und sich zu viel gezahlte Steuern von Fiskus zurückzuholen. Im Schnitt bekommt jeder, der jetzt die Arbeitnehmerveranlagung einreicht, rund 400 Euro zurück. In vielen Fällen kann die Steuergutschrift aber auch ein paar Tausender ausmachen.

Selbst wenn keinerlei Absetzposten vorliegen, zahlt sich die Arbeitnehmerveranlagung in vielen Fällen aus:

* Wenn das Einkommen geschwankt hat oder man nicht das ganze Jahr berufstätig war (Erben können auch für Verstorbene einreichen).

* Sie haben gesetzlichen Unterhalt für Kinder gezahlt.

* Sie haben so wenig verdient, dass Sie keine Steuern, sondern nur Sozialversicherung bezahlt haben. Sie bekommen 110 Euro Steuergutschrift, als Alleinverdiener oder -erzieher auch mehr.

Sehr praktisch ist auch der AK-Steuerzahler-Schnelltest unter www.holdirdein geldzurueck.at. Einfach zehn Fragen beantworten, und sollte eine positiv ausfallen, lohnt sich der Antrag.

Grundsätzlich gilt: Man kann bei einer freiwilligen Arbeitnehmerveranlagung nur gewinnen und nicht verlieren. Sollte es wider Erwarten doch zu einer Steuernachforderung kommen, kann man nämlich den Antrag zurückziehen. Deshalb sollte man auch noch für zurückliegende Jahre einreichen, falls dies bis jetzt noch nicht geschehen ist. Bis Ende Dezember hat man sogar noch eine letzte Frist für die Veranlagung 2001.

Die ganze Story finden Sie im neuen FORMAT

Wirtschaft

Kompakt: Die Schlagzeilen des Tages

Bonität

Out of Business: Insolvenzfälle vom 20. Januar 2017

Voestalpine CEO Wolfgang Eder

Wirtschaft

Voestalpine CEO Eder: "Trump wird staatsmännischer werden"