Format-Serie, Teil 3: Geldrezepte für die Ich-AG

Jeder vierte Haushalt wird von einem Single bestritten. Diese für die Wirtschaft interessante Gruppe hat besonders gute Voraussetzungen, ein Vermögen aufzubauen.

Carrie, Charlotte, Miranda und Samantha, die Stars aus der US-TV-Kultserie „Sex and the City“, sind ein Paradebeispiel für moderne Singles. Urban, attraktiv, jung und erfolgreich. Die New Yorker Girls spiegeln damit idealtypisch den Zeitgeist des 21. Jahrhunderts wider.

Die österreichische Variante der TV-Mädels ist Miriam Mayerhofer. Die 34-jährige Wienerin lebt seit langem als überzeugte Single-Frau. Als Jungmanagerin verfügt sie über ein hohes Einkommen. Mayerhofer: „Ich muss mich lediglich um mich kümmern. Das gefällt mir.“

Wie Mayerhofer leben in rund einem Viertel der österreichischen Haushalte Singles. In Städten und im urbanen Nahbereich ist die Dichte noch höher. Etwa in Wien, wo 45 Prozent der Haushalte von Einzelpersonen bestritten werden. Singles im Alter zwischen 30 und 60 Jahren verdienen mehr als der Durchschnitt und haben im Vergleich zu Familien mit zwei Kindern rund zwei Drittel weniger Fixkosten.

Überdurchschnittliche Einkommen von Singles. Die Bruttoeinkommen für Solis-ten bewegen sich zwischen 30.000 und 80.000 Euro. Dieses Geld muss sorgsam für
die Zukunft verwaltet werden. Die richtige Strategie für den Vermögensaufbau von Singles lautet: riskantere Veranlagungsprodukte und gleichzeitige Absicherung durch optimalen Versicherungsschutz. Und für viele ist das nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis, wie Werner Deopito, Vermögensmanager bei der Bank Austria Creditanstalt, bestätigt: „Singles im Alter zwischen 30 und 45 Jahren sind risikofreudiger und in ihrem Anlageverhalten mitunter sehr aggressiv.“ Dem trägt die Bank Austria Creditanstalt bereits Rechnung und kreierte für diese Zielgruppe ein Produkt, das sich BA-CA up&down Garantieanleihe nennt und am 15. November auf den Markt kommt. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, der Einstieg ist ab einer Einmalzahlung von 4.000 Euro möglich.

Ebenso wie geschaffen für Singles sind Mischfonds mit eingebautem Ablaufmanagement. Zu Beginn wird in Fonds mit extrem hohem Aktienanteil – bis zu 95 Prozent – angelegt. Allmählich wird der Aktienanteil verringert und gegen Anleihen und Geldmarktpapiere ausgetauscht. Der Anlagehorizont beträgt zumeist 20 Jahre, kann aber auch kürzer vereinbart werden. Marion Schaflechner, Leiterin von Fidelity Investment Österreich: „Vermögensumschichtungen könnte man auch persönlich machen, doch mit dem Einsatz eines Fondsmanagers ist das natürlich viel bequemer und mit weniger Risiko verbunden.“

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