FORMAT meldet schlechte ÖGB-Bilanz:
2003 wurden 32 Mio. Euro Verlust verbucht

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) verbuchte für das Jahr 2003 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in der Höhe von minus 32 Millionen Euro. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Der Rekordverlust entstand aufgrund der erstmaligen Bildung von Rückstellungen für personenbezogene Leistungen und konnte nur durch die Auflösung von Rücklagen in der Höhe von 33,2 Millionen Euro ausgeglichen werden. ÖGB-Finanzchef Günter Weninger gegenüber FORMAT: "Wir mußten erstmals Rückstellungen von 225 Millionen Euro für Pensionen, Abfertigungen und Altersteilzeit bilden."

Der größte Brocken entfällt laut dem FORMAT exklusiv vorliegenden "Finanzbericht des ÖGB - 2003" auf Rückstellungen für Pensionen (188,6 Millionen Euro) und Abfertigungen (33,6) - zum Vergleich: Der ÖGB kassierte im selben Jahr aus Mitgliedsbeiträgen insgesamt 191 Millionen Euro.

Die Rückstellungsbildung war nach der Novelle des Vereinsgesetzes im Jahr 2002 notwendig geworden. Diese Gesetzesänderung schreibt Vereinen wie dem ÖGB vor nach dem Rechnungslegungsgesetz zu bilanzieren - der für Unternehmen gängigen Bilanzierungsform. Vor der Gesetzesänderung war der ÖGB lediglich zu einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung verpflichtet einer üblicherweise von Kleinstbetrieben angewendeten Rechnungslegungsart.

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT!

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