Film-Biz: Dornhelm, der Monumentalist

Nach 30 Jahren Hollywood gilt Regisseur Robert Dornhelm als gefragter Spezialist für epische Stoffe. Nach dem TV-Spektakel „Kronprinz Rudolf“ nimmt er sich Tolstois „Krieg und Frieden“ vor.

Vielleicht mag es ein bisschen einfallslos und altbacken anmuten, Starregisseur Robert Dornhelm nach seinem Erfolgsgeheimnis zu fragen. Ein Blick auf den – vor allem in den letzten Jahren – enormen filmischen Output des Filmemachers, der vor beinahe 30 Jahren auszog, um seinen Traum von Hollywood zu verwirklichen, drängt einem diese Frage aber förmlich auf. Setzte Dornhelm in den letzten Jahren doch gleich mehrere hochbudgetierte Drehbücher für Monumental-Spielfilme erfolgreich um. Seien dies Bibelexegesen wie der erst kürzlich gezeigte TV-Zweiteiler „Die 10 Gebote“, das Sklavenepos „Spartacus“, die Emmy-gekrönte Verfilmung des Lebens von Anne Frank oder knallharte Politikverfilmungen wie „Die Rudy Giuliani Story“. Damit war Dornhelm übrigens einer der Ersten, der sich an eine thematische Aufbereitung der Terrorattentate vom 11. September wagte.

Mit lapidarer Bescheidenheit fasst der 58-Jährige nun also sein Patentrezept zusammen: „Ich hatte wohl bislang das große Glück, noch nie einen richtigen Flop gedreht zu haben.“ Hilfreich dabei, in Hollywood Fuß zu fassen, war sicherlich auch, dass 1977 seine Doku „Die Kinder von der Theaterstraße“ mit Fürstin Gracia Patricia für den Oscar nominiert wurde. Dass die meisten Produktionen aus der Dornhelm’schen Monumentalfabrik prämiert werden und seine hoch budgetierten Stoffadaptionen nicht nur in den USA gern gesehen werden, lukriert zusätzlich zahlreiche Drehaufträge. „Auszeichnungen und Preise bedeuten mir aber nichts“, bekennt der Workaholic, dessen filmische Arbeiten eine Art globalen, welt- und weitläufigen Anspruch abzudecken versuchen.

So auch das mit Staraufgebot verfilmte Leben von Kronprinz Rudolf. Das TV-Melodram um das tragische Leben des Habsburg-Sprosses wurde „schnell, zügig und sehr entspannt ausschließlich in Österreich gedreht“. Neben den zahlreichen Topschauspielern wartet der Zweiteiler auch mit einigen Besetzungsüberraschungen auf. Society-Femme-fatale Francesca Habsburg spielt in einem Kurzauftritt etwa die belgische Königin Marie-Henriette und vertritt so (noch) die Kaiserfamilie.

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