Factory-Shopping

Preise bis minus 70 Prozent. Der Trend zum Fabriksverkauf setzt sich zunehmend auch bei Edelmarken durch.

Nobelmarken zu günstigen Preisen; das ist, abgesehen vom klassischen saisonalen Ausverkauf, ein Widerspruch in sich selbst. Denn Nobelmarken sprechen – vor allem im Modebereich – ihre betuchte Kundschaft nicht nur mit erstklassiger Qualität an, sondern eben auch durch den Preis. Exquisite Labels wie Armani oder Hugo Boss werden zu einem erheblichen Teil keineswegs gekauft, obwohl sie teuer sind, sondern weil sie teuer sind – als maßgeschneidertes Kommunikationsmittel, das der Umwelt eine ganz klare Botschaft vermittelt. Der hohe Marktpreis soll ein exklusives Image garantieren. Plakativ ausgedrückt: Wer Hugo trägt, ist ein Boss.

Umso erstaunlicher ist es daher, dass jener Trend, der Anfang der neunziger Jahre unter der Bezeichnung „Outlet-Shopping“ aus den USA nach Europa schwappte, auch im Luxusbereich immer mehr Boden gewinnt. In groß angelegten Outlet-Dörfern, wie etwa dem McArthurGlen Parndorf 30 Autominuten vor den Toren Wiens, wird zunehmend auch feinste, wenn auch selten aktuelle Markenware mit Preisreduktionen von bis zu 40 Prozent und mehr angeboten.

Aber es geht noch billiger. Der letzte Schrei auf der Jagd nach dem absoluten Tiefstpreis beim Kauf von Nobelmarken heißt „Factory-Shopping“, also der direkte Weg zu den Produktionsstätten und Großlagern. Der optische Charme dieser Geschäfte ist – ähnlich wie bei den Outlet-Centern, die vorzugsweise in wenig einladenden Industriegebieten aus dem Boden gestampft werden – zwar in den meisten Fällen unter der Rubrik karg-puristisch einzuordnen, dafür locken die Shops mit unschlagbaren Ermäßigungen von bis zu 70 Prozent in die Einöde.

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