Erfolgsfaktoren 2005: Große Umfrage unter Top-Managern

Österreichs Manager erwarten 2005 eine Verbesserung der Wirtschaftslage. Und: Marketing ist nächstes Jahr der wichtigste Faktor für den Unternehmenserfolg.

Herbstdepressionen plagen Österreichs Manager trotz des trüben Wetters offensichtlich nicht. Sie blicken laut einer von der Marketing AG in den letzten Woche durchgeführten Umfrage überraschend optimistisch ins Jahr 2005: Über 60 Prozent der Befragten – zum größten Teil Geschäftsführer und Vorstände großer österreichischer Unternehmen – erwarten nächstes Jahr zumindest eine leichte Verbesserung der Wirtschaftslage. Nur 4,5 Prozent der Manager sind Konjunkturpessimisten. Diese Grundstimmung deckt sich mit den Prognosen
von Wifo-Chef Helmut Kramer, der eine Steigerung des Wirtschaftswachstums von 1,9 Prozent im heurigen Jahr auf 2,5 Prozent für 2005 erwartet.

Noch zuversichtlicher als in Sachen Konjunktur sind die Firmenlenker, wenn es um die Aussichten ihres eigenen Unternehmens geht: Hier erwarten drei Viertel der Befragten eine Verbesserung, über 17 Prozent gehen sogar davon aus, dass 2005 ein besonders gutes Wirtschaftsjahr wird. Entsprechend positiv ist auch die erwartete Beschäftigungsentwicklung: 45 Prozent der Unternehmen wollen 2005 neue Mitarbeiter einstellen, nur 6 Prozent erwarten nächstes Jahr einen Arbeitsplatzabbau.

„Besonders positiv fällt die Einschätzung bei Top-Managern in der Konsumgüter- und Dienstleistungsbranche aus“, erklärt Unternehmensberater Jochen G. Elias, Projektleiter der Studie. In diesen Branchen rechnen deutlich mehr als die Hälfte der Befragten mit steigenden Beschäftigtenzahlen. Elias’ Einschätzung: „Vor allem die Dienstleister werden ihren wahren Boom dann erleben, wenn die österreichischen Privathaushalte den aktuellen Sparkurs aufgeben“.

Unternehmen sind offensiv unterwegs. Um einen noch genaueren Blick auf das durch die Umfrage gezeichnete allgemeine Bild werfen zu können, hat FORMAT darüber hinaus 20 heimische Top-Manager nach ihren Unternehmenszielen und den Strategien zu deren Umsetzung im kommenden Jahr befragt. Ihre Statements bestätigen die vorherrschend positive Grundstimmung. „Wir geben weiter Vollgas und werden unser Investitionprogramm ausweiten“, sagt etwa Möbel Lutz-Geschäftsführer Hansjörg Schelling. Er gewinnt selbst der tristen Stimmung in Deutschland positive Aspekte ab: „Möbelhäuser waren dort noch nie so günstig zu kaufen wie jetzt. Wir werden daher jeden Monat einen neuen Möbelix-Markt in Deutschland eröffnen.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Recht

„Durch die neue Gewerbeordnung droht eine Klagswelle“

Wirtschaft

Die Samsung-Affäre steht vor dem Finale

Start-ups

Start-ups: Die 4 besten Tipps für den Weg in die Selbstständigkeit