Einkaufstour im Osten

Mit der OMV und der EVN stehen gleich zwei heimische Energiekonzerne vor strategisch bedeutenden Firmenkäufen in Südosteuropa.

So knapp vor dem Ziel bloß keinen Fehler mehr machen – das ist die Devise der OMV, die mit der Übernahme der rumänischen Ölgesellschaft Petrom unmittelbar vor dem größten Coup steht, den je ein österreichisches Unternehmen in Osteuropa gelandet hat. Vor der Vertragsunterzeichnung, die vom rumänischen Wirtschaftsminister bereits für die nächsten Tage angekündigt wurde, wurde in der OMV-Zentrale daher zu diesem Thema Funkstille verordnet.

Mit der OMV und der EVN, die bulgarische Stromversorger übernehmen will, setzen damit zwei heimische Energieunternehmen schon jetzt voll auf die nächste EU-Osterweiterungsrunde.

Der Petrom-Deal wird voraussichtlich so ablaufen: Die OMV kauft ein Drittel der Petrom um rund 750 Millionen Euro. Dann stockt sie den Anteil im Zuge einer Kapitalerhöhung auf 51 Prozent auf. Analysten schätzen die Gesamtkosten für die Petrom-Mehrheit auf knapp 1,5 Milliarden Euro. „Wichtiger als der Kaufpreis ist, was im Privatisierungsvertrag steht“, sagt Raiffeisen-Centrobank-Analystin Klara Szèkffy. Dabei geht es um Altlasten, Investitionsverpflichtungen, den Verkauf von Petrom-Vermögen und wohl nicht zuletzt um Personalabbau. Der rumänische Konzern hat nämlich 57.000 Mitarbeiter im Sold. Die OMV erwirtschaftet mit ihren 6.100 Beschäftigten knapp doppelt so hohe Umsätze.

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