Einfach anziehend

Die Textilhandelskette Jones beweist, dass neben Multis wie H&M und Zara auch heimische Unternehmen durchaus erfolgreich sein können.

Gabor Rose, 52, Inhaber und Geschäftsführer des österreichischen Modelabels Jones, hatte schon immer kühne Visionen. 1997 prophezeite er in einem Interview mit dem Branchenmagazin „TW“, dass im heimischen Textileinzelhandel künftig vor allem H&M, aber auch Jones stark präsent sein würden. Worte, mit denen er in der Fashion-Branche einiges Kopfschütteln erntete.

Doch Rose sollte Recht behalten. Heute betreibt er mit seiner Frau Doris, 41, dem kreativen Kopf von Jones, 75 Läden in sieben Ländern (siehe Kasten), die mehrheitlich von Franchisepartnern geführt werden. Mit einem Quadratmeterumsatz von 8.065 Euro (laut RegioPlan) hat das tüchtige Ehepaar dem schwedischen Textildiskonter H&M, der 6.178 Euro erzielt, bereits den Rang abgelaufen. Jones steht für feminine Businessmode mit Freizeitcharakter. „Wir liegen mit der Qualität etwas unter René Lezard oder Marc Cain, sind dafür aber nur halb so teuer“, sagt Doris Rose.

Was Gabor Rose und seine Frau auf die Beine gestellt haben, widerlegt das übliche Wehklagen, wonach österreichische Händler gegen die großen Modekonzerne keine Chance mehr hätten. Dass dieses Vorurteil nicht zutrifft, beweisen auch andere heimische Filialisten: ob Bernhard, der mit trendiger Mode die Jugend anspricht, Mühlbauer, dessen Hüte längst auf den Catwalks von Paris und N. Y. Furore machen, oder das oberösterreichische Traditionsunternehmen Fussl, das auf ein Sortiment für die ganze Familie setzt.

Das Konzept von Jones ist einfach, aber erfolgreich. Die Idee hinter den Jones-Shops: Die Partner haben einen Laden in 1a-Lage und verpflichten sich, ausschließlich Jones-Businessmode für Damen zu führen. Doris Rose entwirft mit ihrem Team die Modelle und lässt
die Konfektion in Ungarn, die Shirts in Griechenland, Jeans in der Türkei, Leder in Indien und Daune in Shanghai produzieren.

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