Duell der Superstars

Sie gelten als aufregendste Newcomer, haben ähnliche Talente und nehmen die gleiche Klientel aufs Korn: Audi Q7 und Mercedes R-Klasse.

Das erste Duell der beiden extravaganten Raumgleiter, das freilich noch im Vorfeld um die Auslieferung der ersten Modelle stattfand, hat der Stern für sich entscheiden können. Die Rolling Stones haben nämlich die Mercedes R-Klasse als offizielles Dienstauto für ihre Welttournee gewählt. Und dieser Deal ist, wie schon der Titel ihrer aktuellen CD verheißt, „A bigger bang“, also ein großer Knall.

Ob sich Mick Jagger und Kumpane nun tatsächlich in dem „großen Reisewagen“, wie Mercedes-Boss Dieter Zetsche den jüngsten Spross aus seinem Konzern schwer untertreibend bezeichnet, durch die Rock’n’Roll-Landschaft kutschieren lassen, sei dahingestellt. Um den PR-Aufmerksamkeitswert darf Audi den Mitbewerber aus Stuttgart jedenfalls glühend beneiden. Denn die VW-Nobeltochter lanciert ziemlich zeitgleich ihren neuesten Imageträger, den Q7. Der kommt zwar, mit Verlaub, reichlich spät für einen Luxus-SUV auf den schon dicht besetzten Markt. Aber eben noch immer früh genug, um der Branche das wahrscheinlich spannendste Duell, seit die Corvette den Ford Mustang ins Fadenkreuz nahm, zu bieten.

Beinahe die gesamte Autowelt blickt mit Spannung und der ihr eigentümlichen Schadenfreude auf die Wettfahrt zwischen Mercedes R und Audi Q7. Denn ob mit oder ohne im Fond knotzenden Rockrabauken, beide Luxusgefährte peilen haarscharf dieselbe Zielgruppe an: bestsituierte Genießer, denen ein Geländewagen zu martialisch, ein Van zu spießig und ein Kombi einfach zu bieder erscheint.

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