Die neuen Wettkaiser: Trotz Wettskandals 50 Prozent Kursgewinn in 2 Wochen

Österreichische Internet-Wettunternehmen, angeführt vom Branchenleader betandwin, glänzen trotz des Skandals im deutschen Profifußball durch atemberaubendes Wachstum.

Wenn am 6. März in Melbourne zum Saisonauftakt der Formel 1 der Grand Prix von Australien startet, wird auf Brust und Arm des Red-Bull-Racing-Piloten David Coulthard ein Stück Österreich prangen – beim Vorarlberger Christian Klien zusätzlich auch auf seinem Helm.

Mit bis zu Tempo 300 über die Rennstrecke gejagt wird das Logo des neuen Formel-1-Sponsors betandwin Interactive Entertainment AG – eines Unternehmens, dessen Aktienkurs seit dem Auffliegen des Wettskandals im deutschen Profifußball eine raketenhafte Entwicklung verzeichnet: Das Papier hat seit dem spektakulären Geständnis des geschmierten Schiedsrichters Robert Hoyzer um satte 50 Prozent zugelegt.

Manfred Bodner, Gründer und Vorstand des auf Sportwetten und Kasinospiele im Internet spezialisierten Unternehmens, kann sein Glück kaum fassen: „Der Boom ist trotz oder gerade wegen des Skandals in Deutschland gigantisch. Wir sehen für die nächsten Jahre ein Wachstumspotenzial von jeweils bis zu 150 Prozent.“

Die nackten Zahlen: betandwin hat den Umsatz aus Wett- und Kasinogeschäft im Vorjahr auf 855,7 Millionen mehr als verdoppelt: um 114 Prozent. Das reine Wettgeschäft legte gar um 123 Prozent zu.

Das erstaunliche Phänomen an der Story: Der Run auf die Anbieter von Sportwetten hält an, obwohl mittlerweile aus Deutschland immer massivere Indizien für Manipulationsversuche in den heimischen Fußball-Ligen auftauchen.

Auf dem Spiel steht nun die Zukunft einer atemberaubend wachsenden Branche, die im Vorjahr bereits Wettumsätze von 800 Millionen Euro verzeichnet hat.

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Im März 2017, kurz nach seinem 67. Geburtstag, wird Karl Sevelda den Vorstandsvorsitz bei der RBI zurücklegen, die er in den letzten vier Jahren erfolgreich schrumpfte. Er war sein ganzes Berufsleben lang Banker bei CA und Raiffeisen, unterbrochen von einem Ausflug zu FPÖ-Vizekanzler Norbert Steger (1983-85).

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