Die Ketchupmillionen der Kerrys

John und Teresa Kerry sind dank Heinz Ketchup das reichste Paar, das sich je ums Weiße Haus bewarb. Der Heinz-Konzern distanziert sich aber im Wahlkampf.

Im Fall eines Sieges bei den US-Präsidentschaftswahlen werden John Kerry und seine Gattin Teresa Heinz Kerry die Räumlichkeiten ihres neuen Heims, des White House, als recht karg empfinden. Sie sind anderes gewohnt.

Dank der Ketchupmilliarde von Teresa stehen den Kerrys gleich mehrere Behausungen zur Verfügung, um sich von der Wahlkampf(tor)tour zu erholen: ein historisches Ziegelhaus im berühmten Bostoner Altstadtbezirk Beacon Hill mit sechs Schlafzimmern auf vier Stockwerken (Gesamtwert: 12,8 Millionen Dollar); die 23-Zimmer-Villa im noblen Washingtoner Bezirk Georgetown (6 Millionen); der mit 36 Hektar Grund recht weitläufige Landsitz im Kolonialstil in Fox Chapel, Pennsylvania, samt Pool und Reitställen (14 Millionen); das luftige, klassisch neuenglische Holzhaus auf der sündteuren Promi-Insel Nantucket (12 Millionen); oder, eher im Winter, die wuchtige Ski-Lodge am Big Wood River im US-Staat Idaho (Wert: 8 Millionen).

George Bush im Vergleich ärmlich. John Forbes Kerry, 60, und Teresa Heinz Kerry, 65, sind nach ihrer Ehefusion, wie oft gewitzelt wird, heute eine Milliarde Dollar schwer – und damit das mit Abstand reichste Paar, das jemals nach dem Oval Office trachtete. Amtsinhaber George W. Bush ist zwar auch Ölmillionär, kommt aber bei weitem nicht heran.

Die Kerrys verdanken ihren Reichtum dem Ketchupgiganten Heinz Company: Teresa war mit Senator John Heinz verheiratet, dem direkten Nachfahren des Firmengründers in dritter Generation. Nach dessen Tod bei einem Flugzeugcrash 1991 erbten Teresa und die drei Söhne 550 Millionen Dollar plus Immobilien. John Kerry trug wenig zum Vermögen bei. Obwohl aus angesehener Boston-Familie, lebte er bis Anfang der 90er vom recht durchschnittlichen Jahressalär eines Senators in Höhe von 125.000 Dollar pro Jahr. Erst als er 1995 Ms Heinz ehelichte, trat er in die Wunderwelt bequemer Villen, flotter Privatjets und feiner Kunstgegenstände ein.

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