Die geheime Karibik-Connection der BAWAG: Milliarden verschollen im Bermuda-Dreieck

Die Bawag PSK muss sich für Milliardenverluste aus früheren Karibikdeals rechtfertigen. Spekulationen mit Hedgefonds und Yen-Anleihen kosteten mehr als eine Milliarde Euro. Prominenter Beteiligter: Wolfgang Flöttl.

Wolfgang Flöttl lebt in Saus und Braus: Zu seinem aufwendigen Lebensstil gehört eine Traumvilla in der Karibikmetropole Hamilton ebenso wie ein piekfeines City-Apartment in New York. Trips zwischen den Bermudas und dem Big Apple werden im standesgemäßen Privatjet absolviert. Auch die Liebe zur Kunst lässt sich Flöttl einiges kosten: So unterstützt er die Carnegie Hall in New York jährlich mit zwischen 250.000 und 500.000 Dollar und wird so in einem Atemzug mit prominenten Sponsoren wie dem Medientycoon Rupert Murdoch genannt. Legendär ist zudem die von Flöttl und seiner Ehefrau Barbara Anne (einer Enkelin des ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower) gepflegte Leidenschaft für die bildende Kunst: Ihre mit namhaften Impressionisten bestückte Privatsammlung wird auf mehr als 70 Millionen Dollar taxiert.

Seinen Reichtum verdankt Flöttl unter anderem intensiven Geschäften mit einer österreichischen Institution: der Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag), lange Jahre geführt von Wolfgang Flöttls Vater Walter Flöttl. Der Senior ließ die großen Auslandsfinanzierungen seines Hauses über seinen Sohn abwickeln. Zur Hochblüte der Vater-Sohn-Geschäfte im Jahr 1994 managte der Junior sogar ein Volumen von 24 Milliarden Schilling für die Bawag.

Die damals als Karibik-Affäre bekannt gewordenen Deals stürzten die Bawag in eine veritable Imagekrise. Die Gewerkschaftsbank als Finanzspekulant kam gar nicht gut an.

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