Die neue Gründerzeit

Die Zahl der Firmengründungen steigt in Österreich seit Jahren an. FORMAT zeigt die Wege junger Unternehmer in die Selbständigkeit.

Für eine erfolgreiche Firmengründung sind im Idealfall gleich mehrere Voraussetzungen erfüllt: einerseits eine neue Technologie oder Geschäftsidee, die perfekt in eine bestehende Marktlücke passt, und andererseits der Wille zur Selbständigkeit sowie die fachliche Qualifikation als Unternehmer. In dieser Hinsicht sind Sofie Quidenus und Alfred Jakes ein ideales Gründerpaar: Der Elektrotechniker und Erfinder hatte ein neuartiges – und vor allem einfaches und günstig herzustellendes – System einer Umblätterhilfe entwickelt, die etwa Musikern das Umschlagen ihrer Partituren mittels Fußschalter ermöglicht.
Auf der Suche nach einer kommerziellen Verwertungsmöglichkeit für seine Idee hörte er zufällig im Radio vom Institut für Entrepreneurship an der Wirtschaftsuni Wien. Kurz entschlossen suchte Jakes Institutsvorstand Nikolaus Franke auf – und traf am Institut auch die Studentin Sofie Quidenus, mit der er ins Gespräch kam. „Kaum hatte ich ihr die Technologie vorgeführt, begann sie über Finanzierungsmöglichkeiten und Businesspläne nachzudenken“, erzählt Jakes von der schicksalhaften Begegnung. Das Resultat: Ihr gemeinsames Unternehmen gewann bereits den Genius-Preis 2004 für den besten Businessplan und den Jungunternehmerpreis 2005 für die beste Geschäftsidee des Jahres. Mittlerweile kommt die Technologie auch bei der Digitalisierung alter Buchbestände zum Einsatz, und die Gründer freuen sich über den ersten Großauftrag einer besonders renommierten heimischen Bibliothek.

Gründer im Aufwind. Auch das Wiener Unternehmen medscreen zählt zur immer größeren Gruppe von Firmen, die auf neuen Technologien oder innovativen Geschäftsideen beruhen. medscreen verkürzt Patienten in Kliniken und Ordinationen die Wartezeit mit Informationen, Unterhaltung – und nicht zuletzt mit Werbung. Das erst im Vorjahr gegründete Unternehmen beschäftigt bereits zehn Mitarbeiter in Redaktion, Service und Kundenbetreuung. „Das Bild des Jungunternehmers wandelt sich, weg vom klassischen Gewerbebetrieb, hin zu Kreativwirtschaft und Dienstleistungen“, sagt Daniel Brandstätter, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Wirtschaft

Kompakt: Die Schlagzeilen des Tages

Bonität

Out of Business: Insolvenzfälle vom 20. Januar 2017

Voestalpine CEO Wolfgang Eder

Wirtschaft

Voestalpine CEO Eder: "Trump wird staatsmännischer werden"