Die neue Adria

Designgenie Ron Arad gestaltet ein Hotel, Stararchitekt Richard Meier errichtet Apartmenthäuser. Die nördliche Adria erfindet sich neu. Zeit also, die Region zwischen Grado und Cattolica wieder mal aufzusuchen.

Wer dieser Tag die Adriaküste zwischen Grado, Jesolo und Bibione im Norden und Rimini, Cattolica und Riccione im Süden abfährt und sich Eindrücke erwartet, die den Ruf dieser Region als „Hausmeisterstrand“ oder „Teutonengrill“ bestätigen, der wird nicht enttäuscht werden. Alles da! Lange, volle Strände mit akkurat aneinandergereihten Sonnenschirmen, von denen die Unterwäsche der Badenden baumelt, rosa gebratene Gäste und mächtige Bettenburgen hinter den Strandpromenaden.

Nichts Neues also an der Adria? Soll das tatsächlich jene Gegend sein, von der die „New York Times“ behauptet, sie sei zurzeit absolut hip, und die der britische „Guardian“ zur „latest it-destination“ erkoren hat und von der der ebenfalls britische „Observer“ schreibt, das sei „med à la mode“? Kann das tatsächlich stimmen?
Langsam, langsam! Lassen Sie sich Zeit. Es wird nicht lange dauern, dann wird der Gast Dinge entdecken, die so gar nicht ins Klischeebild passen. Da ist ein wie eine Skulptur gestaltetes Hotel mitten in Rimini, da ist eine weiß-luftige Apartmentanlage in Jesolo, die genauso gut an einem der schicken Strände von Mallorca stehen könnte, da ist ein toll designtes Golfresort in San Giovanni di Marignano. Und wer den Anweisungen jener zahllosen Flyer folgt, die in den Bars und Cafés von Rimini oder Cattolica verteilt werden, der wird in Clubs und Discos landen, die es mit den besten in Ibiza oder Agia Napa oder Mykonos aufnehmen können: die besten DJs, tolle House Music, lässige Gäste, phantastische Stimmung.

Es ist unübersehbar: Der Küstenabschnitt an der nördlichen Adria ist in Bewegung, und die Bewegung tut ihm gut.

Wie ein Raumschiff. Spektakulärstes Beispiel für die Veränderungen und bereits das Wahrzeichen der neuen Adria ist das soeben eröffnete Hotel DuoMo in Rimini. Es wurde von Ron Arad gestaltet, einem der besten, eigenwilligsten und innovativsten Designer weltweit, der sich vor allem mit Möbeln hervorgetan hat und der einige Stühle entworfen hat, die Designgeschichte geschrieben haben: den „Rover Chair“, den „Well tempered Chair“ und zuletzt den „Tom Vac Chair“, der seither in jeder Cafeteria, jeder Lounge und jedem Büro steht, das in Designsachen etwas auf sich hält.
Sein DuoMo Hotel ist ein Meisterwerk, das, wie der „Guardian“ in seiner Lobeshymne auf die Region um Rimini schreibt, Hotelgestaltung zur Kunstform erhoben hat. „Designerhotel“ ist heute ein schwer missbrauchter Begriff; jedes Hotel, das eine Philippe-Starck-Lampe am Nachttisch stehen hat, nennt sich so. Beim DuoMo ist der Begriff gerechtfertigt.

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