Der BA-CA-Deal: Die Stunde der Italiener.
Die Folgen für Kunden in Österreich

Nach dem UniCredit-Megadeal muss die BA-CA nun mit den Italienern um ihre Zukunft kämpfen, vor allem um die Macht im lukrativen Ostgeschäft. Kunden und Mitarbeiter in Österreich haben aber wenig zu befürchten.

Am Montag wurde in der Münchner Kardinal-Faulhaber-Straße 1 ein Stück europäische Bankengeschichte geschrieben: Alessandro Profumo und Dieter Rampl präsentierten die Details ihrer grenzüberschreitenden Bankenhochzeit. Voller Stolz schilderte der 48-jährige Amministratore Delegato der italienischen UniCredit die Einzelheiten des Deals, während sein 57-jähriger Kollege von der deutschen HypoVereinsbank bloß wohlwollend nickte. Profumo: „Die Transaktion wird aus drei freiwilligen Umtauschangeboten in Aktien von UniCredit für HypoVereinsbank (HVB), Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und Bank Przemyslowo-Handlowy (BPH) bestehen.“

Die Italiener bieten 15,4 Milliarden Euro in eigenen Aktien für 100 Prozent an der HVB – Tauschverhältnis: fünf Aktien für ein HVB-Papier – und weitere rund 3,5 Milliarden Euro für die HVB-Beteiligungen in Wien und Warschau: Für eine BA-CA-Aktie werden 19,92 Stück UniCredit-Aktien geboten. Das entspricht einem Gegenwert von rund 88 Euro pro BA-CA-Papier. Der aktuelle Kurs Mittwochabend lag bei 86 Euro. Wer seine BA-CA-Papiere allerdings nicht gegen UniCredit-Aktien tauschen will, der bekommt nur 70,04 Euro Cash als Alternative.

Nach dem voraussichtlich im Oktober finalisierten Takeover der HVB durch die UniCredit soll die neuntgrößte Bank Europas mit einem gemeinsamen Börsenwert von mehr als 42 Milliarden Euro und 126.000 Mitarbeitern entstehen – zum Vergleich: Die österreichische Erste Bank kommt auf 10,1 Milliarden Euro Marktkapitalisierung.

Für die BA-CA, so die mehrheitliche Expertenmeinung, ist der Deal grundsätzlich positiv, weil der Finanzplatz Wien aufgewertet wird und die Bank eine starke Mutter bekommt.

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