Das Hendl-Business

1,8 Milliarden Eier und 116.000 Tonnen Geflügel werden in Österreich jährlich verspeist. Doch jetzt befürchtet die Branche massive Umsatzeinbrüche.

"Sie stehen die ganze Zeit vor den Stalltüren und warten“, erzählt Toni Hubmann. „Sie sind’s ja auch anders gewöhnt. So gesehen sind sie natürlich im Augenblick schon ein bisserl arm.“ Sie, das sind die wohl berühmtesten Hühner Österreichs, die für die Dachmarke „Toni’s Freilandeier“ gut 110 Millionen Eier pro Jahr produzieren und Toni Hubmann damit gut 22 Millionen Euro Umsatz bescheren. Doch derzeit werden die „Freilandhühner“ ihrem Namen nicht gerecht – denn aus Angst vor der grassierenden Vogelgrippe hat das Gesundheitsministerium Österreichs Hühner seit vergangenem Samstag zur Stallpflicht verdammt – vorerst bis 15. Dezember.

Doch die auslaufgewohnten Hühner sind nicht die einzigen Leidtragenden der Vogelgrippe-Welle in Europa. Die Hysterie um die Geflügelpest und die Angst vor einer Übertragung der Krankheit auf die Menschen lässt eine ganze Branche vor den wirtschaftlichen Folgen zittern.

Gut 1,8 Milliarden Eier werden in Österreich jedes Jahr verbraucht. Dazu kommen 116.000 Tonnen Geflügelfleisch. Umgerechnet bedeutet das einen Pro-Kopf-Verbrauch von 230 Eiern und 18 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Und auch wenn nicht damit zu rechnen ist, dass Österreich künftig zum Land der Tofu-Freaks wird, könnte das Hendl-Biz durch die Vogelgrippe-Panik doch ordentlich Federn lassen: In einer jüngsten OGM-Umfrage gab rund ein Drittel der Befragten an, ernsthaft besorgt zu sein – und das, bevor auch nur ein einziger ernster Verdachtsfall in Österreich aufgetreten ist.

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