Chinatown in Wien: Die Chinesen wollen in Wien einen Techno Tower errichten

Die Chinesen wollen in Wiens Donaucity einen Techno-Tower errichten. Noch sind einige politische Hürden zu überwinden.

Auf dem Schreibtisch von Infrastrukturminister Hubert Gorbach liegt ein 142 Seiten starkes Dossier. Unter dem Titel "China Austria Technology Park" (CATP) listet die mit März 2005 datierte Machbarkeitsstudie penibel die Vorteile Österreichs als Standort für ein chinesisches Großprojekt auf. Herzstück des Technologieparks, den China gemeinsam mit Österreich realisieren will, ist ein Büroturm, den umtriebige Funktionäre aus der rasant wachsenden Volkswirtschaft als Zentrum für wirtschaftliche und technologische Kooperationen in Mittel- und Osteuropa nutzen wollen. Gorbach und Wiens Bürgermeister Michael Häupl träumen schon von einer Silicon Rallye - mitten in Wien.

Eine verlockende Vision: Österreich als Partner beim Eroberungsfeldzug der Chinesen quer durch Europa. Statt nach Shanghai und Peking verlorene Arbeitsplätze ein China-Tower, von dem die heimische Wirtschaft profitiert - so etwas lässt sich politisch gut ausschlachten.

Die Studienautoren - TU-Professor Wolfgang Blaas, das Vienna Institute for International Economic Studies, das Tech Gate Vienna und die Wirtschaftsprüfungskanzlei TPA Horwath - befassen sich dementsprechend schon mit konkreten Details der Planung. Auf einer Grundfläche von 5.000 Quadratmetern sollen 12.000 Quadratmeter Büros und auf 1.000 Quadratmetern Restaurants und Cafés entstehen. Der Komplex soll laut Studie "in erster Linie chinesische Unternehmen und österreichisch-chinesische Joint Ventures auf dem Technologiesektor beherbergen". Für deren Mitarbeiter und Geschäftspartner sind 180 Apartments auf 8.100 Quadratmetern veranschlagt und 220 Hotelzimmer auf 5.500 Quadratmetern. Rund hundert vor allem kleinere und mittlere Unternehmen aus China sollen sich ansiedeln, so das Vorhaben, darunter der Technologiekonzern Huawei und die Autozulieferer FAW und Chery Automobile.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Im März 2017, kurz nach seinem 67. Geburtstag, wird Karl Sevelda den Vorstandsvorsitz bei der RBI zurücklegen, die er in den letzten vier Jahren erfolgreich schrumpfte. Er war sein ganzes Berufsleben lang Banker bei CA und Raiffeisen, unterbrochen von einem Ausflug zu FPÖ-Vizekanzler Norbert Steger (1983-85).

Wirtschaft

RBI-CEO Sevelda: "Ich habe die allerbeste Zeit erwischt"

Wirtschaft

Österreichs Wirtschaft heißt Flüchtlinge willkommen

Bonität

Out of Business: Insolvenzfälle vom 17. Januar 2017