Business mit Kimme & Korn
Das Geschäft mit der Jagd

Wirtschaftsfaktor Jagd: 115.000 Jäger geben jährlich 475 Millionen Euro für Waffen, Munition, Outdoor-Ausrüstung oder Versicherungen aus.

Den Platzhirsch abzuschießen kann gefährlich sein: Gibt es im Rudel keinen geeigneten Nachfolger, brechen unter den Anwärtern auf die Position des Chefs zähe Kämpfe aus. „Das Erlegen eines kapitalen Tieres erfordert genaue Kenntnisse der sozialen Struktur im Rudel“, erläutert Peter Lebersorger vom niederösterreichischen Landesjagdverband.

Im besonders jagdaffinen Österreich gehört solches Wissen beinahe zur Allgemeinbildung. Denn gleich 115.000 Staatsbürger pirschen regelmäßig mit Flinte und Feldstecher durch den Wald. Der Schuss auf Hirsch, Hase und Fasan erfreut sich dabei ständig steigender Beliebtheit. Kein Wunder, dass die Jäger schon als besonders umsatzträchtige „Ziel“-Gruppe ins Visier heimischer Unternehmen geraten sind. „Rund 475 Millionen Euro werden jedes Jahr in Österreich durch die Jagd umgesetzt“, rechnet der niederösterreichische Jagdverbandschef Lebersorger vor. Der steirische Landesjägermeister Heinz Gach kommentiert: „Die Bedeutung der Jagd als Wirtschaftsfaktor wird häufig unterschätzt.“

Die profitierenden Branchen reichen von Outdoor-Ausrüstern über Waffenschmiede, Munitionshersteller und Erzeuger von optischen Geräten bis zu Autohändlern. Außerdem holt sich die öffentliche Hand fette Einnahmen: Länderweise unterschiedlich sind 15 bis 30 Prozent der Pachtgebühr als Jagdabgabe zu berappen. Hinzu kommt die Jagdgebühr, 26,50 Euro je Weidmann und Jahr.

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