Bundeskriminalamt ermittelt 4300 Frühpensionierungen

Die Sonderkommission Delta des Bundeskriminalamtes ermittelt in mehr als 4300 Fällen mutmaßlich illegaler Frühpensionierungspraktiken bei Post, Telekom und ÖBB. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Laut FORMAT ist beim Bundeskriminalamt (BKA) die aus 20 Beamten bestehende Soko Delta eingerichtet worden. Das Magazin zitiert BKA-Chef Herwig Haidinger mit den Worten: "Wir lassen durch unsere Analyseabteilung gerade eine regionale Verdichtung anfertigen. Der Fall ist schwierig, weil wir auch während der laufenden Ermittlungen ständig neue Hinweise bekommen."

Staatsanwaltschaft leitete Vorerhebungen ein
Wie FORMAT weiter berichtet, ist ein erster Teil der Vorerhebungen bereits abgeschlossen. Das Magazin zitiert den Wiener Staatsanwalt Ronald Schön, bei dem alle Fälle aus ganz Österreich zentral zusammenlaufen, mit den Worten: "Die Vorerhebungen in 220 Frühpensionierungsfällen der Postbus AG sind abgeschlossen."

217.000 ÖBB-Arbeitsstunden pro Jahr für Gewerkschaftsarbeit
Bei den ÖBB wenden laut FORMAT neben 134 dienstfreigestellten Personalvertretern weitere 2000 Gewerkschafter insgesamt rund 217.000 Arbeitsstunden pro Jahr für Gewerkschaftsarbeit auf. Nachdem Infrastrukturminister Mathias Reichhold wegen vermeintlicher ÖBB-Privilegien den Rechnungshof eingeschaltet hat, stellte sich heraus, daß osterreichweit 134 ÖBB-Personalvertreter gänzlich vom Dienst freigestellt sind. Gegenüber FORMAT bestätigt der stellvertretende Chef der ÖBB-Gewerkschafter, Gottfried Winkler: "2000 weiteren Personalvertretern steht eine stundenweise Freistellung zu." Laut FORMAT wenden diese Betriebsräte dafür im Schnitt 6,5 Prozent ihrer Arbeitszeit auf, das ergibt insgesamt die stolze Zahl von 217.000 Arbeitsstunden pro Jahr und entspricht weiteren 130 freigestellten Personalvertretern. Die ÖBB haben insgesamt 48.500 Mitarbeiter.

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