Autoindustrie: Die Chinesen rollen an

Chinas Autobauer drängen mit Billigautos nach Europa. Auch in Österreich sind die Gefährte aus dem Reich der Mitte bald zu haben.

Ein SUV mit Klimaanlage, Alufelgen, CD-Radio und Ledersitzen, je nach Wunsch mit Benzin- oder Dieselmotor, mit 125 PS und zwei Jahren Garantie um schlanke 18.000 Euro. Dabei handelt es sich nicht etwa um das halsbrecherische Angebot eines europäischen Autohändlers im Zuge der Rabattschlacht, sondern um ein Auto „made in China“: den Geländewagen Landwind.

Der SUV mit Mitsubishi-Motor und auffallender Ähnlichkeit mit dem Opel Frontera läuft im südostchinesischen Nanchang, dem Sitz der Jiangling Motors, vom Band und hat am 5. Juli 2005 im Hafen Antwerpen als erstes chinesisches Automodell Europa erreicht. Diese Schiffsladung an China-Autos ist aber nur die Vorhut eines Ansturms aus dem Reich der Mitte: Nachdem schon Japaner und Südkoreaner ihre Fahrzeuge nach Europa geschickt haben, rollt nun die dritte Pkw-Welle aus Asien an.
Der Grund: Bis vor kurzem wurden die Chinesen noch als Kopierwerkstatt mit schlechter Qualität abgetan. Doch jetzt steigt die Bedeutung der Hersteller zusehends. Markennamen wie Brilliance, Chery, Geely, Hafei, Jiangling oder SAIC (Shanghai Automotive Industry Corp) mögen vielen Käufern noch unbekannt sein, laut Experten wird sich das aber bald ändern. „Die Chinesen suchen den Weg zum Global Player“, so Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der deutschen Autoindustrie. Mit 5,7 Millionen Autos ist die Volksrepublik bereits der drittgrößte Autobauer der Welt.

Chinas Aufstieg zur automobilen Großmacht lässt sich zum ersten Mal auch schon auf der Internationalen Automobil-Ausstellung von 15. bis 25. September 2005 in Frankfurt beobachten. Dort sind die Marken Brilliance, Geely und Landwind die Stars der Messe.

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