Amazon, Dawanda und Etsy: Geld verdienen mit Handarbeit

Amazon, Dawanda und Etsy: Geld verdienen mit Handarbeit

Auf Websites wie Amazon, Dawanda und Etsy können talentierte Bastler ihre Waren verkaufen. Ein Blick auf die Börsenkurse zeigt außerdem: Auch für Aktionnäre ist die Handwerkskunst ein lohnendes Investment.

Der Versandriese Amazon steigt auch in Europa ins Geschäft mit handgefertigten Produkten ein. Über einen neuen Store des Unternehmens können Kunsthandwerker künftig selbstgemachte Waren anbieten und sich persönlich präsentieren. Zum Start des Service beteiligen sich gut 1.000 Kleinunternehmen mit mehr als 30.000 Produkten an dem neuen Angebot. Kommt ein Geschäft zustande, zahlen die Anbieter Verkaufsgebühren an Amazon, erklärte Markus Schöberl, der das Geschäft verantwortet. Eine Umsatzerwartung nannte Schöberl nicht. In Europa gibt es nun entsprechende Websites für Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien.

Vorbild für das Angebot sind die USA, wo Amazon einen ähnlichen Store bereits vor einem knappen Jahr gestartet hatte. Handgefertigte Produkte bieten beispielsweise auch der US-Konkurrent Etsy und die deutsche Plattform Dawanda an. Hier können talentierte Handwerker Geld verdienen - doch auch für Aktionäre haben sich heuer schon satte Renditen ergeben.

Etsy-Aktie: Kleine, aber feine Erfolgsstory

Etsy ist ebenso wie Amazon börsenotiert, die Aktie ließ sich von den Expansionsgelüsten des Konkurrenten jedoch nicht beeindrucken - ganz im Gegenteil: Der Kurs des an der US-Börse Nasdaq notierenden Unternehmens legte am Mittwoch um 7,62 Prozent auf 14,54 Dollar zu. Seit Jahresbeginn hat die Etsy-Aktie bereits 76,46 Prozent an Wert gewonnen. Der ebenfalls an der Nasdaq gehandelte Amazon-Konzern, dessen Wachstumsstory von der internationalen Finanzpresse bejubelt wird, legte im Gegensatz dazu seit Jahresbeginn "nur" um 23,98 Prozent zu. Wer also zu Jahresbeginn auf den kleinen Herausforderer gesetzt hat, der konnte eine weit bessere Rendite erzielen als beim größten Online-Händler der Welt.

In der Marktkapitalisierung kann Etsy dem Riesen freilich dennoch nicht das Wasser reichen: David ist an der Börse bloß 1,65 Milliarden Dollar wert, Goliath spielt mit einer Marktkapitalisierung von 374,40 Milliarden Dollar in einer gänzlich anderen Liga.

Beide Unternehmen schlagen die Märkte ohnehin um Länge: Der Nasdaq 100, also das unmittelbare Börseumfeld der beiden Unternehmen hat seit Jahresbeginn nur 5,67 Prozent gewonnen, der heimische Leitindex ATX verlor heuer 0,56 Prozent und das Minus des Dax liegt gar bei 1,67 Prozent.

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