80 Prozent des österreichischen Goldes lagert in Großbritannien

80 Prozent des österreichischen Goldes lagert in Großbritannien

Die Notenbankspitze hat am Mittwoch im Finanzausschuss dazu Bericht erstattet. Die OeNB lagere das Gold dort, wo es einer Krise rasch einsetzbar sei, betonten die Notenbanker im Ausschuss.

Seit 2007 liege der Goldbestand der OeNB konstant bei rund 280 Tonnen. Die Länderaufteilung nach Lagerstätten physischer Bestände bzw. Auslieferungsorten nicht-physischer Bestände: 224,4 Tonnen (rund 80 Prozent) sind in Großbritannien, rund 6,9 Tonnen (rund 3 Prozent) in der Schweiz und rund 48,7 Tonnen (rund 17 Prozent) in Österreich. Das geht aus dem heutigen Finanzausschuss-Kommunique hervor.

Durch Goldleihegeschäfte habe die OeNB in den letzten zehn Jahren 300 Mio. Euro verdient und bei solchen Geschäften keinerlei Ausfälle verzeichnet, teilte OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek den Abgeordneten mit.

In der Ausschussdebatte wollte der SP-Abgeordnete Christoph Matznetter wissen, warum Großbritannien ein guter Platz für das Lagern österreichischer Goldbestände sei und warum es zweckmäßig sei, nicht alle österreichischen Goldreserven in Wien zu bunkern.

Die Notenbank, in Fragen der Goldlager bisher stets höchst diskret, schlägt sich seit Sommer vermehrt mit Fragen nach den Örtlichkeiten herum. "Wir haben immer gesagt, es ist an den wichtigsten Goldhandelsplätzen", hatte Nowotny im Sommer in Alpbach gegenüber der APA festgehalten. Das sind nach Notenbankinfos London und die Schweiz, in dem Fall Basel. Das in Österreich lagernde Gold liegt hauptsächlich bei der Münze Österreich in Wien.

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