75.000 Euro in bar für wertloses Gold

75.000 Euro in bar für wertloses Gold

Der Geschädigte hatte ersten Informationen der Polizei zufolge am Vormittag in einer Ankaufstelle im Bahnhofsviertel Gold um rund 75.000 Euro von einem seriös wirkenden Mann gekauft. Kurz nachdem dieser das Geschäft in der Rainerstraße verlassen hatte, bemerkte der Käufer, dass es kein echtes Gold war.

Der Gold-Verkäufer gab sich als Ungar aus. Er trug einen dunklen Anzug ohne Krawatte und hatte eine schwarze Aktentasche bei sich, in die er laut dem Zeugen das Geld steckte. Der Ungar dürfte zwischen 35 und 40 Jahre alt sein. Er hat ein gepflegtes Aussehen, ist etwa 1,80 Meter groß, kräftig gebaut und hat helle Haare und eine Halbglatze. Der Geschädigte alarmierte die Polizei, die sofort eine Fahndung nach dem mutmaßlichen Betrüger einleitete.

Der Verdächtige war schon gestern, Donnerstag, gegen Abend in das Geschäft gekommen. Er bot den Verkauf von insgesamt rund 2.700 Gramm Gold-Granulat an und übergab einem Angestellten sieben Stück Granulat zur Probe. Ein Test habe ergeben, dass es sich um echtes Gold handelte, schilderte der Mitarbeiter der Polizei. Doch das Granulat diente nur als Köder. Ein Großteil der Ware, die der Unbekannte am Tag darauf in einem Plastiksack übergab, war kein Gold.

Zur genauen Abklärung des Wertes seien die Proben vom Donnerstag extra noch in einer Filiale in München mittels Röntgen-Spektrometer untersucht und am Freitag in der Früh wieder nach Salzburg gebracht worden, sagten die Mitarbeiter des Geschäftes in der Rainerstraße. Das Ergebnis: Das Granulat sei hochwertiges Gold mit 97- bis 100-prozentiger Reinheit.

15 bis 20 echte Gold-Granulat-Stücke gegen 75000 Euro in bar

Heute, Freitag, betrat der seriös wirkende Gold-Verkäufer um 10.45 Uhr erneut den Laden in Salzburg. In der Hand hielt er einen Plastiksack mit 2.500 Gramm Granulat. Die beiden Angestellten pochten auf eine neuerliche Probe. Der Mann zog 15 bis 20 Granulat-Stücke heraus. Weil der Test bestätigte, dass es echtes Gold war, erhielt der Anbieter 75.000 Euro in bar.

Dann hatte es der Mann plötzlich eilig, schilderten die Angestellten. Er ließ den Sack mit dem angeblichen Gold auf dem Ladentisch stehen und verließ unter dem Vorwand, er müsse dringend zu seiner Frau, rasch das Geschäft. Misstrauisch geworden, testen die Angestellten nochmals einige Goldstücke. Ernüchtert stellten sie fest, dass alle weiteren falsch waren. Als Trostpflaster blieb der Filiale nur das wenige, echte Gold aus den Proben.

Der Verdächtige flüchtete in Richtung Salzburger Hauptbahnhof. Zeugen zufolge dürfte ihn eine rund 40 Jahre alte, 1,70 Meter große Frau mit blond-brünetten Haaren und hellblauem Kostüm begleitet haben. Sie könnte ebenfalls aus Ungarn stammen. Der Mann im dunklen Anzug sah laut Polizei wie ein Osteuropäer aus. Er hatte kurze, dunkle Haare. Auffällig war seine Uhr in Rotgold mit dunklem Lederband.

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