Onlinebroker: Degiro fordert Brokerjet und Direktanlage.at heraus

Onlinebroker: Degiro fordert Brokerjet und Direktanlage.at heraus

Die niederländische Degiro will niedrigere Spesen anbieten als österreichische Anbieter: "Bis zu 80 Prozent günstiger," heißt es vielversprechend auf der Website. Um das Geschäft hierzulande auszubauen, wurden vier Mitarbeiter eingestellt.

Mit Aktien zu handeln, das ist schon längst keine Geheimwissenschaft mehr. Wer in das Geschäft mit Wertpapieren einsteigen möchte, der registriert sich ein Konto bei Anbietern wie direktanlage.at oder brokerjet.at , welches am 1. September mit der Erste Bank fusionieren soll.

Sein Portfolio kann der Nutzer daraufhin online oder per App verwalten; ähnlich wie beim E-Banking werden Transaktionen über einmalig generierte SMS-Codes bestätigt. So soll die Sicherheit gegenüber Hackern erhöht werden - das Risiko, dass das investierte Geld durch einen Kursrutsch verschwindet, trägt der Kunde freilich nach wie vor.

Neuling aus den Niederlanden

Nun gibt es einen weiteren Marktteilnehmer im Bereich der digitalen Aktienhändler: Der niederländische Onlinebroker Degiro startet in Österreich. Das 2008 gegründete Unternehmen will die Spesen der Konkurrenz deutlich unterbieten, heißt es. Eine rasche weitere Expansion ist geplant, sagte Degiro-Vorstand Jasper Anderluh im APA-Gespräch. Degiro wickelt den Kauf von Aktien und börsennotierten Anleihen ab, macht aber keine Beratung und übernimmt auch keine Haftung für Irrtümer der Kundschaft. Die Eröffnung und Führung eines Kontos seien kostenlos, beim Kauf von Papieren fallen Kosten an. Eine laufende Depotgebühr gebe es nicht, sagte Anderluh, nur wenn Dienstleistungen angefragt werden, etwa die Teilnahme an einer Hauptversammlung, wird extra verrechnet.

Degiro hat für Österreich-Kunden halbierte Tarife für den Handel an den Börsen in Österreich und Deutschland. In Wien und Frankfurt zahlen Österreich-Kunden pro Transaktion 2 Euro fix und weitere 2 Cent pro 100 Euro Transaktionswert. Beim Kauf einer Aktie im Wert von 1.000 Euro fallen damit 2,20 Euro an Spesen an. Bei Aktien um 10.000 Euro an einer deutschen oder österreichischen Börse wären es 4 Euro. An anderen Börsen in Europa sind die doppelten Spesen fällig, also 4 Euro Fixum und 4 Cent je 100 Euro Transaktion. In den USA hingegen gibt es ein Fixum von 0,50 Euro und dann 0,4 US-Cent je Aktie. Gehandelt werden kann an vielen Börsen weltweit. Lasse man die Papiere dann ein Jahr liegen, fallen keine weiteren Kosten an, verspricht Degiro. Das Unternehmen verspricht auch "best execution", also den günstigsten offiziellen Börsenkurs ohne versteckte Zusatzkosten.

4 Mitarbeiter für das Österreich-Geschäft

In den Niederlanden hat das Unternehmen etwa 20.000 Kunden. Veranlagt ist derzeit etwa eine Mrd. Euro, die Transaktionen summierten sich im Vorjahr auf 10 Mrd. Euro, heuer sollen es 20 Mrd. Euro werden, erwartet Anderluh. Um Österreich-Kunden zu betreuen, wurden vier Mitarbeiter in Amsterdam eingestellt, insgesamt gibt es derzeit 70 Mitarbeiter. Zu Jahresende sollen es 100 sein. Neben Amsterdam wird in Sofia ein Call-Center betrieben, vor allem für Kunden in Tschechien, Spanien und Polen, wohin schon in einem Monat der nächste Expansionsschritt führen könnte. Überschüsse würden derzeit in die Werbung gesteckt, deshalb sei im Vorjahr nur rund eine Million Euro Gewinn ausgewiesen worden, so Anderluh.

Degiro hat unter der EU-Dienstleistungsfreiheit seine Tätigkeit in Österreich notifiziert, bestätigt die FMA, und wird von der niederländischen Aufsicht kontrolliert

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