Verkehrs-Erziehung

Ferienzeit ist Verkehrszeit – sachdienliche Hinweise für einen erfüllten Sommer.

Manch ältere Menschen, wer wüsste es nicht, nehmen in der schönsten Zeit im Jahr nach oft monatelanger Pause wieder freudig am allgemeinen Verkehrsgeschehen teil. Und für viele junge Leute ist gerade der Sommer jene erregende Epoche, in der sie erstmals zum Individualverkehr beitragen.

Beim ersten Mal tut’s manchmal weh, weil die noch unroutinierten Verkehrspartner ihrem Tatendrang einfach freien Lauf lassen, doch von Mal zu Mal geht es besser und leichter.

Diese keinesfalls widernatürliche Tätigkeit, die vor allem dem Neuling Genuss bereitet, wird allerdings mitunter von Rohlingen pervertiert, die einen unguten Trieb in sich haben.

Das Fazit lesen wir alle paar Tage in den Zeitungen: immer häufiger kommt es zu ungewollten Unfällen während des Verkehrs. Wobei die Verkehrssünder ein Aufeinanderprallen infolge eines Rauschs noch als Kavaliersdelikt werten – unruhig werden die Betroffenen erst, wenn immer neue Menschenleben auf dem Spiel stehen.

Weil davon in erster Linie junge Leute betroffen sind, möchte diese Seite eine kleine Verkehrs-Erziehung abhalten. Zunächst einmal muss festgestellt werden: wir sagen ja zum Verkehr, aber nein zur Entartung. Dankenswerterweise hat sich schon vor Jahren der ÖAMTC unserer Meinung angeschlossen und die Parole „Gleiten statt hetzen“ ausgegeben. Er hält, wie wir, ein allzu hohes Tempo für leeren Wahn, denn wie leicht verschleißen dabei die wesentlichen Teile unseres Fahrgestells.

Einerseits brauchen wir natürlich den ganz individuellen Nahverkehr, der kann nicht einfach auf einer Schiene stattfinden; daran hindert viele schon die so genannte Schwellenangst; und oft ist, wenn man kommt, der Zug schon abgefahren.
Anderseits muss der tägliche Verkehr geregelt sein. Wer an ihm hemmungslos teilnimmt, wer in jeder erdenklichen Situation die gegenseitige Harmonie vernachlässigt, darf sich nicht wundern, wenn die anderen Verkehrspartner wütend sind und ihm keiner mehr die Stange halten will.

Der darf auch nicht empört sein, wenn er ein Organ-Mandat verpasst bekommt.
Um Newcomern die Furcht vor dem Verkehr zu nehmen, seien nachfolgend einige Kniffe verraten, mit deren Hilfe sich auch der Unerfahrene immer und überall bestens einführen kann.

Das Wichtigste ist die tadellose Wartung des Fahrgestells. Es kann nicht oft genug geschrieben werden: schon einfaches, aber gründliches Waschen kann vor Problemen schützen – wer vor lauter Schmutz nicht mehr sieht, wie er voranmuss, ist selber schuld.

Auch schmieren ist nützlich – feine, hochwertige Öle verhelfen selbst einem ausgeleierten Getriebe zu neuem Leben.

Wer ein neues Modell benutzt, möge schonend damit umgehen – anfangs ist es einem hohen Druck noch nicht gewachsen, es muss in Etappen auf Touren gebracht werden. Die heutigen Modelle sehen zwar oft robust aus, haben aber ein sehr kompliziertes Innenleben. Sie lieben es nicht, schleifend verkuppelt zu werden, sie geben bei jeder falschen Gangart empfindliche Geräusche von sich, bei fahrigem, ganz offenkundig unsachgemäßem Hantieren reagieren sie bockig, rebellieren laut oder verweigern ganz einfach. Wer Angst hat, beim Einfahren nervös zu werden, sollte in abgeschiedenen Gegenden üben.

Gebrauchte Modelle sind mit Vorsicht zu genießen. Sie haben meistens irgendwelche, möglicherweise gut verborgene Schäden hinter sich, durch die sie entweder verzogen sind oder an irgendeiner Stelle ihrer einstigen Sicherheit nicht mehr ganz dicht. Möglicherweise sind sie grob oder gar gefühllos behandelt worden und brauchen jetzt eine besonders vorsichtige, sorgfältige Pflege. Solche Modelle, die auf den ersten Blick häufig extravagant aussehen, sind für Anfängerinnen oder Anfänger nicht zu empfehlen, weil ihr Getriebe sich jeder herkömmlichen Betätigung leicht widersetzt. Allerdings sind sie einen Kalt-Start oft schon gewohnt und setzen sich daher ohne Stottern oder besonders unangenehme Nebengeräusche fast von selbst in Bewegung.

Grundsätzlich sollte man vor jeder Tour prüfen, ob man das zu benutzende Verkehrsmittel auch in extremen Situationen rechtzeitig bremsen können wird, ob man genug Treibstoff bei sich hat und ob die Gummibestandteile unten intakt sind.
Wenn man sich ins Verkehrsgeschehen einmal eingegliedert hat, darf man die Verkehrsfläche nie außer Acht lassen: bei Unebenheiten empfiehlt sich langsame Bewegung, Steilstücke drosseln das Tempo von selbst. Engpässe sind häufig die Schlüsselstellen des Verkehrs; wer sich ihnen gefühlvoll nähert, wird wenig Mühe haben, sie reibungslos zu bewältigen.

Eine Hauptursache der Kollisionen ist das unterschiedliche Tempo der Verkehrspartner: die meisten Herrenfahrer sind viel zu schnell. Es gilt, vor allem zur Stoßzeit, die richtige Mischung aus bedächtig und flüssig zu finden – wer das beherrscht, findet sich auch im stärksten Kreisverkehr zurecht (bei dem laut Gesetz der Einfahrende immer Vorrang hat).

Achten Sie stets auf untrügliche Verkehrszeichen: Ihre Zylinder werden es Ihnen danken.

Avaaz sammelt nicht nur online Millionen von Unterschriften, sondern begleitet seine Kampagnen oft mit öffentlichen Aktionen. In vielen Fällen, gerade bei globalen Anliegen, ist das von Erfolg gekrönt.
 

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