Tourismus: Wilde Kaiser

Winterurlaube sind ein teures Vergnügen, der Volkssport Schifahren ein eiskaltes Geschäft, das in den Händen weniger Familien liegt. Mit Pistenspaß und Hüttenzauber setzen Österreichs Liftkaiser jeden Winter Milliarden um.

Schifoan (wou-ou-ou-ou),
Schifoan (foan, foan, foan),
Schifoan is des Teiaste,
wos ma si nur vurstö’n kann.

(nach W. Ambros)

Wolfgang Ambros hat leicht singen. Mit der Pisten-Hymne „Schifoan“, die seit 1976 in allen Schihütten des Landes auf und ab gespielt wird, hat er vermutlich genug verdient, um für den Rest seines Lebens in dem im Lied besungenen Stubaital urlauben zu können. Durchschnittsverdienern verschlägt es dort hingegen schon beim Kauf der Schipässe die Sprache, denn ein Schiwochenende am Stubaier Gletscher ist – wie auch in den anderen großen Schigebieten Österreichs – ein teures Vergnügen. Der Preis für einen Zweitagepass für Erwachsene liegt bei 66,50 Euro, Kinder zahlen die Hälfte; macht für eine vierköpfige Familie 200 Euro, ohne Anreise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten.

Weil aber Schifahren neben teuer auch leiwand ist, kommen die Gäste zu hunderttausenden ins mit 110 Pistenkilometern größte ganzjährig geöffnete Gletscherschigebiet Europas: Mit 770.379 Nächtigungen lag Neustift im Stubaital in der Wintersaison 2004/2005 in der Übernachtungsstatistik an achter Stelle aller österreichischen Gemeinden.

„Schifahren ist ein echter Trendsport“, erklärt Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen, der Vertretung der österreichischen Seilbahn- und Liftbetreiber. Und bei Trendsportarten müsse man auch bereit sein, Geld auszugeben. Wolf: „Wer Tennis oder Squash spielt, zahlt auch schnell 70 Euro oder mehr.“

4,735 Milliarden Euro haben Österreichs Liftgesellschaften in der vergangenen Wintersaison umgesetzt. Auf Tageskarten hochgerechnet, waren 47,91 Millionen Schifahrer auf den Pisten unterwegs, die im Schnitt pro Kopf und Tag 99 Euro für das Schivergnügen ausgegeben haben.

Es sei dennoch sehr subjektiv, Liftkarten teuer zu finden, meint Seilbahn-Verbandschef Wolf. Berücksichtige man alle Ermäßigungen, dann liege der Durchschnittspreis für einen Schipass bei nur 21 Euro pro Tag. Stelle man dem den Aufwand gegenüber, der sich pro Kunde und Tag auf 18,50 Euro belaufe, bleibe wenig übrig: „Mit der Liftkarte bezahlt man nicht nur die Fahrt, sondern auch die Präparierung der Pisten, den Schibus, das Zutrittssystem und die Gastronomie in den Regionen.“ Neun der 21 Euro, die die Liftbetreiber pro Karte einnehmen, würden außerdem in neue Liftanlagen, Beschneiungsanlagen oder andere Infrastrukturprojekte investiert.

Teurer Volkssport. Steht man an der Liftkassa, fällt es schwer, das zu glauben. Schipässe um 21 Euro findet man nirgendwo, und besonders stark zur Kasse gebeten werden Familien, die nur wenige Stunden auf der Piste unterwegs sind.

Beispiel Mitterbergalm am Hochkönig: In dem kleinen, zur Sportwelt Amadé gehörenden Schigebiet kosten drei Stunden Schispaß für zwei Erwachsene und ein Kind 70 Euro. Der Witz daran: Drei Schipässe für den ganzen Tag sind um insgesamt 4,50 Euro günstiger. Das Angebot ist obendrein mehr als bescheiden: Fünf altgediente Schlepplifte verrichten ihren Dienst, eine Möglichkeit, ins Amadé-Gebiet zu schaukeln, gibt es ebenso wenig wie Beschneiungsanlagen. Auf der Mitterbergalm fährt man ab auf Bio-Naturschnee. Der ist zugegeben in diesem Winter massig vorhanden, aber wo der große Investitionsaufwand liegt, mit dem die stolzen Preise begründet werden, ist unerklärlich.

„Schifahren ist zu teuer, die Familienfreundlichkeit oft nur ein Werbegag“, kritisiert die Salzburger SPÖ-Landtagsabgeordnete Margit Pfatschbacher, die es auch für nicht besonders familienfreundlich hält, dass es in der Sportwelt Amadé, Salzburgs Schiarena Nummer eins, Freifahrten für Kinder erst ab dem dritten Kind gibt.

Entsprechend stark bekritteln Konsumentenschützer und Arbeiterkammer auch die jährlichen Teuerungen bei den Liftkarten. 2004 stellten Abgeordnete des oberösterreichischen Landtages einen Initiativantrag mit dem Ziel, dass das Land für Kinder unter zwölf Jahren die Kosten für die Schipässe übernehmen soll. Die Begründung: „Kinderreiche Familien können sich das Schifahren kaum mehr leisten und verzichten daher immer öfter auf Winterurlaube.“

Eine generelle Freifahrt für Kinder sei jedoch nicht finanzierbar, meint Wolf: „Gerade die kleineren Schigebiete können sich das nicht leisten. Sonst wären nur Kinder auf den Pisten, während die Eltern vor den Schihütten in der Sonne liegen.“ Am Stubaier Gletscher gibt man sich kulanter. Hier können Kinder unter zehn Jahren die Liftanlagen in Begleitung eines Erwachsenen gratis benutzen.

Gletscherkönig. „Willkommen im Königreich des Schnees“, begrüßt das Gletschergebiet Stubaital seine Gäste, der wahre König im Stubai ist aber der 79-jährige Seilbahnpionier Heinrich Klier. Ohne ihn wäre die Wintersport-Hochburg Neustift heute wohl noch ein kleines, verschlafenes Bergdorf. Klier initiierte zu Beginn der siebziger Jahre den Bau der 6,5 Kilometer langen Seilbahn von Ranalt zur heutigen Talstation, die 1973 den Gletscher als Schigebiet erschloss.

Der Gletscherkönig lebt heute in Innsbruck, ist Chef der Stubaier Bergbahnen BeteiligungsgesmbH, an der er 38,79 Prozent der Anteile hält. Er ist außerdem zu 84,40 Prozent an der WITI Touristik & Sport Holding GesmbH beteiligt und Vorstand der Wintersport Tirol AG, bei der die WITI wiederum mit 59,80 Prozent Mehrheitseigentümer ist.

28 Millionen Euro setzt die Wintersport Tirol AG & Co. Stubaier Bergbahnen KG jährlich um. Ein „Liftkaiser“, dessen Investitionen längst abgeschrieben sind und der den schneehungrigen Touristen das Geld aus der Tasche zieht, will Klier dennoch nicht sein: „Die Zeit der Kaiser und Könige ist lange vorbei.“

Arme Kaiser. Jakob Falkner, dessen Familie gemeinsam mit der Familie Gurschler in Österreichs Wintersportmekka Sölden die Fäden zieht, sieht sich ebenfalls nicht als Kaiser, sondern als Diener der Gäste, der jeden Euro wieder in den Betrieb steckt. „In den letzten sechs, sieben Jahren haben wir rund 100 Millionen Euro, also etwa 15 Millionen pro Jahr, investiert“, erklärt Falkner. So hätten die Söldener Liftbetreiber etwa ohne jegliche Unterstützung Parkhäuser mit Stellplätzen für 600 Pkws gebaut, und trotz der Höhenlage habe man in Beschneiungsanlagen investieren müssen, um die Saison entsprechend abzusichern. „Unser Geschäft ist sehr vielfältig. Mit dem Bau von Liftanlagen ist es längst nicht getan.“

Sorgen, das Geld nicht wieder verdienen zu können, müssen sich die Söldener jedoch nicht machen. Mit 1.713.924 Übernachtungen wurde die 2700-Seelen-Gemeinde in der Statistik des Winters 2004/2005 nur von Wien (3,49 Millionen Übernachtungen) übertroffen. Trotz schier unvorstellbarer Beförderungskapazitäten von 68.000 Personen pro Stunde sind die Lifte der Liftgesellschaft Sölden-Hochsölden, an der die Falkners und Gurschlers mit je 40 Prozent beteiligt sind, bestens ausgelastet.

Die Söldener wissen, welchen Schatz sie vor ihrer Haustür haben. Und wie sie damit Geld verdienen können: Tagesschifahrer müssen 39,50 Euro für die Liftkarte berappen, Wochenend-Tickets kommen auf 75 Euro. Dafür darf man sich auf 150 Pistenkilometern tummeln, 34 Lifte mit drei über 3000 Meter hoch gelegenen Bergstationen benutzen und die längste Abfahrt Österreichs mit über 2000 Höhenmetern abfahren. Bei Schönwetter kann man den Ausblick von drei sensationellen Aussichtsplattformen genießen und bei Schlechtwetter in der eben erst um 73 Millionen Euro aus dem Boden gestampften Therme Aqua Dome baden, an der die Schiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden und die Ötztaler Gletscherbahn GesmbH beteiligt sind.

Auf der anderen Seite des Arlbergs versteht man es ebenso gut, Schnee in Geld zu verwandeln: in der Silvretta Nova etwa, dem Reich des Walter Klaus, des „Baumeisters“, wie er unter den Liftkaisern genannt wird. 1970 ist Klaus in das Liftgeschäft eingestiegen, hat die Mehrheit der Gaschurner Liftgesellschaft übernommen und ein Schigebiet mit heute 114 Pistenkilometern und 27 Liften aus dem Boden gestampft.

45 Millionen Euro werden hier während eines Jahres umgesetzt, doch das ist nichts gegen die Geschäfte, die am Arlberg gemacht werden. 2,5 Milliarden Euro setzt die Lech-Zürs-Tourismus GmbH jährlich um, und das Geschäft liegt großteils in den Händen weniger Familien. Der Stedile-Foradoris beispielsweise – Mario Stedile-Foradori ist unter anderem Vorstand der Arlberger Bergbahnen AG und Geschäftsführer der Schipisten ARGE Arlberg –, der Bildsteins, der Manharts sowie des Oberlecher Urgesteins Klaus Hoch. Sie bestimmen das Geschehen auf den Pisten ebenso wie in der Hotellerie.

Warme Lifte. „Wir Liftbetreiber sind der Schlüssel für den Wintertourismus. Ohne uns würde es hier ganz anders aussehen“, sagt Klaus Hoch, Chef der Bergbahn Lech-Oberlech Hoch AG & Co KG und der Seillifte Oberlech GesmbH. Ohne Lifte keine Schifahrer und ohne Schifahrer kein Tourismus, lautet die Formel des 68-jährigen Unternehmers, dessen Vater in Oberlech mit dem Seilbahnbau begonnen hat. 1947 bauten die Hochs eine erste Seilbahn, 1958 wurde die „Tramway“ als Verbindung zwischen Lech und Oberlech errichtet, wo heute zwischen den Hotels eine U-Bahn für den unterirdischen Waren- und Gepäcktransport verkehrt.

„Oberlech ist bis heute nicht mit dem Auto erreichbar. Früher galt das als Nachteil, aber jetzt sucht man genau das wieder“, sagt Hoch, der zugibt, mit den Liften gut zu verdienen. „Finanziell sind wir recht gut gestellt. Wir haben nicht groß expandiert und mussten nicht riesig investieren“, meint Hoch, der den Gästen in seinem Schigebiet schon früh bequeme Sessellifte mit Kuppeln und Sitzheizungen hingestellt hat, damit das Popscherl während der Fahrt nicht kalt wird.

Mit insgesamt 86 Liften und 276 Pistenkilometern ist das Schigebiet Ski Arlberg (Lech/Oberlech/Zürs in Vorarlberg und St. Anton/St. Christoph/Stuben in Tirol) das zweitgrößte Österreichs. Die Arlberger, die sich die schneesichere Idylle mit 39,50 Euro pro Tag und 75 Euro für ein Wochenende bezahlen lassen, verdienen damit so gut, dass sie es sich sogar leisten, das Schigebiet für Tagesgäste zu sperren, wenn genug Schifahrer auf den Pisten sind. „Wir haben in Lech-Oberlech 8000 Gäste und 2000 Einheimische. Wenn um elf Uhr Vormittag 12.000 Gäste im Schigebiet sind, werden keine Tageskarten mehr verkauft“, erklärt Hoch.

Schneemacher. Der Arlberg ist zwar ein berüchtigtes Schneeloch, aber auf die Natur verlassen wollen sich die Liftbetreiber auch dort schon lange nicht mehr. Pünktlich zu Saisonbeginn, wenn die große Gaudi beginnt, müssen die Pisten weiß und bestens präpariert sein. Tage oder Wochen ohne Schnee wären eine Katastrophe, eine Weihnachtssaison ohne Winterzauber für viele der Ruin.

Die Liftkaiser schießen den Winter daher mit Schneekanonen herbei. Sogar oben am Gletscher laufen nachts die Beschneiungsanlagen. „Ohne Beschneiung ist das Geschäft kaum mehr möglich“, sagt Arnold Pucher, der vor 40 Jahren begonnen hat, das Kärntner Nassfeld als Schigebiet zu erschließen. „Wir haben jetzt am Nassfeld über drei Meter Schnee, müssen die Pisten aber trotzdem beschneien, da die Schifahrer sonst bald auf dem Almboden und den Steinen fahren würden.“

1958, bei der Schi-WM in Bad Gastein, wurde dem Sohn eines Villacher Bauern bewusst, wie wichtig ein schneesicheres Schigebiet ist. Das Organisationskomitee der WM sei damals knapp vor der Absage gestanden, weil bis Mitte Jänner noch kein Flöckchen Schnee gefallen war, erinnert sich Pucher. Vom Wintersport und Toni Sailers Erfolgen fasziniert, fasste er den Entschluss, selbst ins Hotel- und Liftgeschäft einzusteigen, und entdeckte das Nassfeld, wo es damals außer Schnee noch gar nichts gab.

Heute ist das Nassfeld mit 30 Schiliften und 110 Pistenkilometern die größte Schiarena Kärntens. 478.502 Übernachtungen wurden in Hermagor in der vergangenen Wintersaison gezählt. Pucher gehören drei Viertel der Lifte, Pisten und Hütten, seine Söhne sind mit Hotels bestens im Geschäft. Jährlich setzt Pucher rund 13 Millionen Euro um, und das Einzige, was ihn dabei irritiert, ist, dass er als Liftbetreiber für den guten Zustand der Pisten und die Beschneiung allein verantwortlich ist, aber die ganze Gemeinde davon profitiert. „Wenn auf den Pisten kein Schnee liegt, kommen keine Gäste, und das spüren alle im Ort, vom Bäcker über den Zahnarzt bis zum Tankstellenpächter“, meint der Nassfeld-Kaiser, „das Land sollte daher, wie es auch in Südtirol der Fall ist, die Beschneiungsanlagen fördern, denn schließlich ist der Schnee im Interesse aller.“

Investitionsdruck. In Zauchensee/ Flachauwinkel und Kleinarl liegt das Reich des heute 81-jährigen Liftpioniers Benedikt Scheffer. Die Geschäfte der Scheffer GesmbH, der 37,36 Prozent der Zauchensee Liftgesellschaft, 40 Prozent der Kleinarler Bergbahn und 7,52 Prozent der Filzmooser Bergbahnen gehören, führen längst seine beiden Söhne Benedikt und Matthias und seine Tochter Veronika. Reich sei die Familie aber mit ihren Liften nicht geworden, meint die: „Wir haben noch nie Gewinne entnommen und immer nur investiert.“ Die ganze Branche stecke in einer Investitionsspirale, denn die Schifahrer, die viel Geld bezahlen, würden sich auch moderne Lifte, kurze Wartezeiten, tolle Pisten und schönes Wetter erwarten. „Ist das nicht der Fall, wollen sie ja am liebsten ihr Geld zurück.“

35 und 69,50 Euro zahlt man in Zauchensee für einen beziehungsweise zwei Schitage. Das sei ein Tarif, den sich die Liftbetreiber gerade noch leisten können: „Wenn man die tatsächlichen Aufwände berücksichtigt, müssten die Karten noch viel teurer sein.“ Vor 15, 20 Jahren sei es noch möglich gewesen, neue Anlagen zu bauen, mit einem Einsatz von 40, 50 Millionen Schilling den Umsatz zu erhöhen und mehr Geschäft zu machen. „Das geht heute nicht mehr“, sagt Scheffer, „neue Anlagen gibt es kaum mehr. Es werden nur noch alte Lifte ausgetauscht. Das kostet 13, 14 Millionen Euro, und der Umsatz wird dadurch nicht größer.“

„Wer nicht investiert, ist bald weg“, sagt auch Gerhard Krings, der mit seinen Brüdern Manfred und Theodor in Obertauern einer der bestimmenden Hoteliers und Liftbetreiber ist. 1957 haben sie mit dem Bau von Liften und Hotels begonnen. Heute befindet sich dort, wo einst nur Kühe geweidet haben, eines der schneesichersten Schigebiete Österreichs mit 26 Liften und 95 Pistenkilometern.

„Der Berg gehört nicht uns allein. Die Liftgemeinschaft Obertauern hat zehn gleichberechtigte Gesellschafter“, stellt Krings klar. „Alle, die glauben, wir verdienen uns im Winter eine goldene Nase und sitzen sonst nur gemütlich in der Sonne, sollen einmal im Sommer bei der Revision mitarbeiten, bei der alles bis auf das letzte Rädchen zerlegt werden muss.“ Während in den letzten zwanzig Jahren viel investiert wurde, habe es bei den Preisen außerdem nur Indexanpassungen gegeben. Krings: „Ein kuppelbarer Sessellift kostet fünf, sechs Millionen Euro und ein Pistengerät, das man nach fünf Jahren wegschmeißen kann, 250.000 Euro.“

Gute Geschäfte. Dass Schilifte kein Geschäft sind, glaubt in Österreich dennoch niemand, und Prominente wie ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner, Olympiasieger Patrick Ortlieb, die Familie Porsche oder die Industriellenfamilie Schmidt-Chiari wären garantiert auch nie in das Liftgeschäft eingestiegen, wenn man damit nicht auch Geld verdienen könnte.

Schröcksnadel hat in den vergangenen Jahren einige kleinere Schigebiete – den Patscherkofel bei Innsbruck, die Unterberghornbahnen in Kössen oder die Ötscherlifte – gekauft und außerdem Anteile an der Großglockner Bergbahnen Touristik GmbH, der Hochficht Bergbahnen GmbH und der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG erworben. In Summe ist er damit insgesamt an 59 Liften und 168 Pistenkilometern beteiligt. „Es ist auch möglich, mit kleineren Schigebieten Geld zu verdienen. In Hinterstoder liegt die Dividende bei sieben Prozent. Das ist gut, aber nicht wahnsinnig viel“, sagt er.

Schifahren hat auch in Schröcksnadels kleineren Revieren seinen Preis, allerdings sind diese vergleichsweise familienfreundlich. Kinder unter zehn Jahren fahren gratis, und auch die Tageskartenpreise liegen mit beispielsweise 27 Euro am Hochficht unter denen der 5-Sterne-Luxusgebiete in den Alpen. Günstiger wird es dann aber nicht mehr. „Man muss auch in einem kleinen Gebiet viel investieren, in neue Lifte, die Beschneiung und in die Infrastruktur, denn nur wenn das Gesamtpaket stimmt, kommen auch die Gäste“, erklärt Schröcksnadel, der wie die übrigen Liftbetreiber Unterstützung der öffentlichen Hand oder Beiträge der Hoteliers anregt. „90 Prozent der Infrastruktur für den Wintertourismus werden von den Liftbetreibern gestellt, und alle profitieren davon.“ In Südtirol habe man daher den Kauf von Beschneiungsanlagen schon vor 20 Jahren mit bis zu 80 Prozent gefördert. Schröcksnadel: „Wäre das auch in Österreich der Fall, könnten die Preise für die Liftkarten deutlich günstiger sein.“

von Peter Sempelmann

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