Studieren im Ausland

Fernverkehr: Für ein oder zwei Semester kann jeder Student ins Ausland gehen.

Wer in Österreich mit dem Studium begonnen hat und ein oder zwei Semester im EU-Ausland studieren möchte, hat die freie Wahl und erhält dabei auch noch großzügige finanzielle Unterstützung. Die wichtigsten Austauschprogramme sind das CEEPUS – Central European Exchange Program for University Studies zur Förderung der akademischen Mobilität in Zentraleuropa (www.oead.ac.at/) und Erasmus (www.erasmus.at) für den Studentenaustausch in Westeuropa.


  • Großbritannien


* Universitäten und Finanzierung:
An den für ihre Vielfalt und Qualität berühmten britischen Hochschulen wird eine Tuition Fee von rund 3000 Pfund (ca. 4310 Euro) pro Jahr eingehoben, die überall, auch in Cambridge, annähernd gleich hoch ist. EU-Bürger können bei den Local Education Authorities (LEA) für Undergraduate Courses eine Unterstützung beantragen. Die Höhe der Förderungen richtet sich nach dem Einkommen der Eltern.
* Zulassung:
Zusätzlich zur Matura muss der TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language) abgelegt werden. Einige Universitäten halten Aufnahmeprüfungen ab.
Die Studienzeit bis zum ersten Abschluss, dem Bachelor/BA, dauert in England, Wales und Nordirland drei Jahre.
* Die besten Hochschulen:
Im Hochschulranking der Londoner „Times“ liegt Cambridge (www.cam.ac.uk) mit 929 von 1000 Punkten an erster Stelle, dahinter das Londoner Imperial College (www.imperial.ac.uk) und Oxford (www.ox.ac.uk) mit 893 Punkten.
* Links:
Higher Education & Research Opportunities in the United Kingdom: www.hero.ac.uk,
Departement for Education and Skills: www.dfes.gov.uk,
Studieren im UK: www.infozee.com/uk,
Universitäten im UK: www.universitiesuk.ac.uk/



  • Deutschland


* Universitäten und Finanzierung:
An den über 300 Hochschulen kann man nahezu jedes Studium ablegen. Bei den öffentlichen Hochschulen gibt es keine Studiengebühren, die rund 40 privaten Hochschulen bieten kostenpflichtige Lehrgänge. Studenten der Handelshochschule Leipzig müssen beispielsweise 4000 Euro pro Semester bezahlen, die Universität Witten-Herdecke verrechnet Fixpreise für das gesamte Studium, die je nach Fachgebiet zwischen 18.000 und 30.000 Euro betragen und nach Abschluss des Studiums über einen Zeitraum von zehn Jahren bezahlt werden müssen.
Sozial bedürftige EU-Bürger können eine BAFÖG-Studienbeihilfe beantragen.
* Zulassung:
Abgesehen von den Fächern Biologie, Medizin, Pharmazie, Psychologie und Zahnmedizin, für die bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) ein Nachweis über einen bestimmten Notendurchschnitt erbracht werden muss, genügt das Maturazeugnis, um in Deutschland studieren zu können. Einige Universitäten haben jedoch für einzelne, besonders stark besuchte Fächer einen zusätzlichen Notennachweis eingeführt.
Wer im Wintersemester mit dem Studium beginnen möchte, muss sich bis zum 15. Juli bewerben, der Stichtag für das Sommersemester ist der 15. Jänner.
* Die besten Hochschulen:
Das Centrum für Hochschulentwicklung hat ein Ranking der deutschen Hochschulen nach verschiedenen Fachrichtungen erstellt, das einen guten Überblick über die Universitäten Deutschlands gibt. Das Ranking ist auch in Buchform erhältlich und kann um sechs Euro beim Zeit-Verlag (www.zeitabo.de) bestellt werden.
* Links:
Deutsches Hochschulranking: www.das-ranking.de,
Auflistung aller Universitäten und Studienrichtungen: www.hochschulkompass.de,
Deutscher Akademischer Austauschdienst: www.daad.de,
Zentrale Vergabestelle für Studienplätze mit Numerus clausus: www.zvs.de,
Studentenheime: www.studentenwerke.de,
Studienbeihilfe: www.bafoeg.bmbf.de



  • Spanien


* Universitäten und Finanzierung:
Spanien gehört mit Frankreich und England zu den beliebtesten Zielen für Studenten aus dem Ausland. Das ganze Studium in Spanien zu absolvieren ist jedoch nicht einfach. Die Studiengebühren betragen je nach Universität zwischen 500 und 800 Euro pro Jahr, abgesehen von den allgemeinen länderübergreifenden Stipendienprogrammen wie Erasmus, die Beihilfen nur für maximal zwei Semester gewähren, gibt es jedoch auch für sozial Bedürftige keine Beihilfen.
* Zulassung:
Die Zulassung als Student einer spanischen Universität erhält man nicht leicht. Erst muss das österreichische Maturazeugnis von der spanischen Botschaft anerkannt werden, danach muss man an der spanischen Fernuniversität UNED (Universidad Nacional de Educación a Distancia) zur Eignungsprüfung zum Zugang zur Universität antreten, die im September stattfindet. Für die Prüfung sind sehr gute Spanischkenntnisse notwendig. Aus dem Prüfungsergebnis und den Schulnoten der letzten vier Schuljahre wird eine Endnote berechnet, die für die Aufnahme zu den Studien – es gibt in vielen Fächern einen Numerus clausus – entscheidend ist.
Die Anmeldung zur Universität muss schon im Juni im Form einer preinscripción erfolgen, wer länger als drei Monate in Spanien bleibt, muss außerdem eine Aufenthaltsgenehmigung für Studenten (Tarjeta de Residencia para Estudiantes) beantragen.
* Die besten Hochschulen:
Weltweit bekannt sind die alten Universitäten des Landes wie die Universität von Salamanca, die von Valladolid und die von Barcelona.
Dem von der Universitätszeitung „Gaceta Universitaria“ erstellten Ranking zufolge ist die beste Hochschule des Landes die Universitat Autonòma de Barcelona, gefolgt von der Universidad Complutense de Madrid und der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona. Das Ranking ist unter dem Titel „Calidad de las Universidades Españolas“ auch in Buchform erschienen.
* Links:
Spanisches Bildungs- und Wissenschaftsministerium: www.mec.es/univ,
Spanische Fernuniversität UNED: www.uned.es,
Informationen zur Studieneignungsprüfung: www.uned.es/selectividad/index.html,
Links zu allen Universitäten in Spanien: www.rediris.es/recursos/centros/univ.es.html,
Informationen zu Studiengebühren: www.boe.es



  • Frankreich


* Universitäten und Finanzierung:
Der Anteil der Gaststudenten ist in Frankreich mit gut zehn Prozent vergleichsweise hoch, die Universitäten Frankreichs sind stark verschult.
An den staatlichen Universitäten werden abgesehen von der jährlichen Einschreibgebühr von rund 300 Euro keine Gebühren eingehoben, wer an einer Privatuniversität studieren möchte, muss dagegen mit Kosten von bis zu 6000 Euro oder mehr rechnen.
* Zulassung:
EU-Staatsbürger können sich direkt bei französischen Universitäten einschreiben, die Bewerbungsunterlagen sollten im Winter, spätestens im Frühjahr bei der jeweiligen Universität angefordert werden. Grundvoraussetzung ist das Maturazeugnis. EU-Studenten benötigen offiziell keinen Sprachtest, die Universitäten prüfen in der Regel aber die Französischkenntnisse selbst.
* Die besten Universitäten:
Die Zeitschrift „L’Etudiant“ hat Frankreichs Hochschulen nach den personellen und finanziellen Mitteln, dem Praxisbezug und dem Forschungsbudget gereiht. Demnach ist die Université Strasbourg 1 Louis Pasteur (www-ulp.u-strasbg.fr) am besten versorgt, die am nähesten an der Praxis ist die Université Paris 9 Dauphine (www.dauphine.fr), und die Uni mit dem größten Forschungsbudget ist die Université Paris 6 Pierre-et-Marie-Curie (www.upmc.fr).
* Links:
Informationsdienst der französischen Botschaft in Deutschland: www.cidu.de,
Informationen zum Studium in Frankreich: www.edufrance.fr,
Bildungsserver des französischen Bildungsministeriums: www.education.gouv.fr,
Studieren in Frankreich: www.egide.asso.fr



  • Italien


* Universitäten und Finanzierung:
Italien kämpft mit dem Problem der Massenuniversitäten, langen Studiendauern und hohen Drop-out-Raten. Studiengebühren einzuheben steht im Ermessen der Universitäten. EU-Bürger können bei der Immatrikulation einen Antrag auf Nachlass der Gebühren stellen.
* Zulassung:
Zur Aufnahme benötigt man eine beglaubigte Übersetzung des Maturazeugnisses, einen Krankenversicherungsnachweis sowie einen Nachweis über die finanziellen Mittel. Informationen zur Anmeldung bieten die Websites der Universitäten, wo auch die Immatrikulation erfolgen muss.
* Die besten Universitäten:
Die Tageszeitung „La Repubblica“ hat ein Ranking der italienischen Universitäten nach Fachbereichen, den „Grande Guida all’ Università“, erstellt.
Weltruf genießen die Università degli Studi di Firenze (www.unifi.it), das Politecnico di Milano (www.polimi.it) und die Johns-Hopkins University School in Bologna (www.jhubc.it/).
* Links:
Universitätsranking der Zeitung „La Repubblica“: www.repubblica.it/misc/guida,
Links zu allen Universitäten Italiens: www.quipo.it/orientanet/percorsi/italia.html,
Italienisches Bildungsministerium: www.miur.it



  • Niederlande


* Universitäten und Finanzierung:
Die Studiengebühren betragen 1450 Euro pro Jahr. EU-Studenten erhalten 860 Euro rückerstattet. Für die Rückerstattung muss ein Antrag bei der Informatie Beheer Groep in Groningen gestellt werden.
* Zulassung:
In den Niederlanden gibt es kaum Zulassungsbeschränkungen. Bei besonders großem Andrang können Studentenhöchstzahlen (Numerus fixus) bestimmt werden. Zum Studium muss man sich bei der jeweiligen Uni direkt bewerben. Die Fristen enden teils schon im April, das Maturazeugnis kann nachgereicht werden.
* Die besten Universitäten:
An den großen Universitäten in Amsterdam, Groningen, Leiden, Maastricht, Nimwegen, Tilburg und Utrecht kann man fast jedes Fach studieren.
Neben der Amsterdamer Uni und der ältesten Universität des Landes in Leiden ist für Gaststudenten vor allem die 1976 gegründete Universität Maastricht interessant.
* Links:
Studieren in den Niederlanden: www.studieren-in-holland.de,
Informatie Beheer Group Groningen: www.ib-groep.nl



  • Schweden


* Universitäten und Finanzierung:
Schwedens Universitäten gehören zu den modernsten Europas. Die Studenten werden wesentlich intensiver betreut als in Österreich, der Stoff zumeist in Gruppen erarbeitet.
Es gibt keine Studiengebühren.
* Zulassung:
Zum Studium reicht grundsätzlich das österreichische Maturazeugnis, für einzelne Fächer benötigt man aber in den entsprechenden Gegenständen gute Noten. Ist der Andrang in einem Studienfach zu groß, erfolgt die Vergabe der Plätze nach dem Schulnotensystem. Die wirtschaftlichen, technischen und medizinischen Universitäten sind sehr überlaufen, was es für Ausländer schwierig macht, einen Studienplatz zu bekommen. Die Sprachkenntnisse müssen mit dem TISUS-Test belegt werden.
* Die besten Universitäten:
Die berühmteste Universität Schwedens ist die von Uppsala (www.uu.se), die älteste Universität des Landes. In der Aula der Universität werden auch die Nobelpreise vergeben.
In den Rechts-, Wirtschafts- und in den Geisteswissenschaften gelten die Universitäten von Uppsala, Stockholm (www.su.se) und Lund (www.lu.se) als die besten des Landes.
Die besten technischen Universitäten findet man in Göteborg (www.gu.se), Stockholm und Linköping (www.liu.se).
* Links:
Allgemeine Infos zum Studieren in Schweden: www.studyinsweden.se,
Agentur für höhere Bildung: www.studera.nu/english.shtml,
Högskoleverket: english.hsv.se

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