Die dicksten Fastenlügen: Entschlacken, entgiften, entsäuern, reinigen, abspecken

Entschlacken, entgiften, entsäuern, reinigen, loslassen, frei werden, abspecken – der zeitweise Verzicht auf feste Nahrung kennt viele Beweggründe und findet immer mehr begeisterte Anhänger. Aber bringt Fasten tatsächlich den gewünschten Erfolg?

Vor Ostern bekommt das Hotel St. Georg in Bad Hofgastein gewichtigen Besuch. Ein prominenter Gast, der weit über 130 Kilo wiegt, ernährt sich zwei Wochen lang nur von alten Semmeln und ein paar Löffeln Milch. Nicht weil die Küche in Gastein so schlecht wäre, nein, der deutsche Ex-Kanzler Helmut Kohl unterzieht sich seiner jährlichen F.-X.-Mayr-Kur. Seit einundzwanzig Jahren tut er das, immer in der Fastenzeit, immer im Hotel St. Georg, immer F. X. Mayr – the same procedure as every year!, möchte man meinen. Nur die Kilos, die der prominente CDU-Politiker bei Kurantritt auf die Waage bringt, werden jedes Jahr mehr.

Macht Fasten dick? Fasten war seit dem Mittelalter nicht mehr so aktuell wie heute. Rund eine halbe Million Österreicher fasten regelmäßig. Interio-Chefin Janet Kath mit ihrem Mann, Billa-Chef Veit Schalle, Baumeister Richard Lugner und seine Frau Christina, Quizmaster Thomas Gottschalk und RZB-Chef Walter Rothensteiner, Bautycoon Hans Peter Haselsteiner und Managementberater Peter Kinauer – Generaldirektoren und Fernsehstars, Manager und Politiker, Fromme und weniger Fromme tun es. Gefastet wird in Klöstern und Kuranstalten, Fastenhotels und zu Hause.

Gerade nach den Exzessen der Weihnachtsfeiertage und den feuchtfröhlichen Faschingsveranstaltungen wird die Fastenzeit gerne genutzt, um ein wenig leiser zu treten. Manchmal aus religiösen Motiven, öfter, um den Geist freizuschaufeln, und am häufigsten aus gesundheitlichen Gründen. Denn Fasten soll auf den Körper reinigend wirken und ihn von der Last überflüssiger Kilos befreien.

Das Geschäft mit dem Verzicht floriert. Gerade in der Fastenzeit boomen also jene Hotels, die bei Wasser und Brot zum Genussurlaub einladen. Der Trend lautet: Geld ausgeben, um wenig auf dem Teller zu haben. Eine Woche „nichts essen“ schlägt sich mit mindestens 900 Euro zu Buche. Manche Hotels gewähren ihren Gästen als Ansporn allerdings Fasten-Rabatte pro abgenommenes Kilo.

Auch Autoren denken beim Thema Fasten niemals daran, sich zu kasteien. Weit über 1000 Ratgeber wurden bereits geschrieben. Und sie gehen weg wie trockene Semmeln bei der F.-X.-Mayr-Kur. Pater Anselm Grün, Mönch der Benediktinerabtei Münsterschwarzach hat allein 130 Fastenbücher geschrieben. Zwei Millionen Exemplare hat der Fastenarzt Hellmut Lützner von seinem Büchlein „Wie neugeboren durch Fasten“ verkauft. Laut Auskunft des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels geben die Österreicher rund 4,5 Millionen Euro aus für Diät- und Ernährungsberater.

Der zeitweise Verzicht auf feste Nahrung bringt tatsächlich reichen Gewinn. Fastende berichten begeistert davon, wie sich Körper und Geist frei anfühlen. Sich das Gemüt erhellt und ganz nebenbei auch rasch lästige Kilos purzeln. „Fasten ist ein wirklich wichtiger Beitrag zur Gesundheit und trägt auch zur Entrümpelung des Gehirns bei“, ist Hans Peter Haselsteiner, Vorstand der Bau Beteiligungs AG, überzeugt. „Vor wichtigen Entscheidungen gehe ich oft fasten.“ McDonald’s-Chef Harald Sükar schätzt vor allem den wunderbaren Schlaf während einer Kur und stellt fest, dass er „während einer solchen Fastenkur acht bis zehn Kilogramm“ verliert. Diese Euphorie, die sich in den Phasen der Enthaltsamkeit schon nach wenigen Tagen einstellt, ordnet die Neurologin Elisabeth Fertl „eher dem psychischen oder psychiatrischen Bereich zu. Die innere Latte, die man sich legt, wenn man aufs Essen verzichtet, ist dermaßen hoch, dass dieser Sprung über den eigenen Schatten vermutlich enorme Glückshormone freilegt.“

Doch die Freude an der großen Erleichterung währt nur kurz. Zeitlich begrenztes Fasten setzt den Körper auf Sparflamme. Dadurch verbraucht er weniger Kalorien. Dieser Zustand hält allerdings auch noch an, wenn sich der Abgespeckte bereits wieder normal ernährt. Was dazu führt, dass er leichter zunimmt als vor der Fastenzeit. Ein Umstand, der unter dem Begriff Jo-Jo-Effekt bekannt ist. „Leider wollen viele durch Fasten ein tradiertes unvernünftiges Ernährungsverhalten kompensieren oder schnell abnehmen, und das funktioniert sicher nicht“, weiß Ingrid Kiefer, Dozentin am Institut für Sozialmedizin der Universität Wien: „Der Körper baut Muskelmasse ab und Flüssigkeit. Wenn danach ,normal‘ weitergegessen wird, ruiniere ich mir durch das Fasten nur die Figur, weil mehr Fett aufgebaut wird als zuvor.“ Wer das Ansinnen auf eine langfristige Gewichtsreduktion hegt, sollte Fastenkuren daher tunlichst meiden.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) überprüft regelmäßig die Wirkungsweise verschiedener Fastenmethoden. Zum Abnehmen taugen nur die wenigsten, manche wurden sogar als gesundheitsgefährdend eingestuft.

Nina Siegenthaler, Projektleiterin Ernährung beim VKI, will Fasten aber nicht grundlegend verteufeln: „Viele machen Kuren, um sich eine Woche zurückzuziehen oder abzuschalten, und fühlen sich dann sicher besser. Gegen einmal im Jahr ist auch nichts einzuwenden. Aber zum Abnehmen taugt das alles sicher nicht.“ Will man tatsächlich abspecken, sollte ein halbes bis ein Kilo pro Woche das Maximum an Gewichtsverlust bedeuten. „Wenn man 500 Kilokalorien pro Tag einsparen kann, ist es das Optimum. Sonst ist der Jo-Jo-Effekt vorprogrammiert“, so Siegenthaler.

Bei vernünftigen Abnehmprogrammen könne man den gefürchteten Mechanismus sogar umgehen, meint die Ernährungsberaterin und Sportwissenschafterin Cathrin Drescher, die ab März ihre Entschlackungs- und Wohlfühltipps auch in Buchform präsentiert („Mit Energie in den Frühling“): „Ich bin eine Gegnerin des Nur-dreimal-am-Tag-Essens. Je häufiger man dem Körper kleine, gesunde Snacks zwischendurch zuführt, desto stärker bleibt der Verdauungsapparat auch während Diäten am Arbeiten.“

Dem berühmten „Zeit“-Gourmetkritiker Wolfram Siebeck erscheint jede Form des Kasteiens überhaupt suspekt: „Ich halte Fasten für eine psychosomatische Krankheit. Auch diese ganzen Diäten, das ist alles Humbug.“

Aber wie kann man nun doch die überschüssigen Kilos der ausufernden Monate wieder loswerden? trend überprüfte die gängigsten Fastenmethoden auf ihre Effektivität und hat ihre nachhaltige Wirksamkeit entsprechend der unten stehenden Beurteilungen der Experten bewertet.

Durch Fasten heilen
Bei „Zuständen nach Geschlechtskrankheiten“, der „Managerkrankheit“, bei „Nervenleiden“, „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ und der „Frühjahrsmüdigkeit“, für diesen bunten Mix an Unpässlichkeiten empfahl Otto Buchinger seine Fastenkur als „natürlichstes aller Heilverfahren“. Der deutsche Arzt gründete vor mehr als achtzig Jahren die erste Heilfastenklinik in Bad Pyrmont und war von deren Wirksamkeit restlos überzeugt. Nur bei „Krebs“, der „Basedow’schen Krankheit“, „Tuberkulose“ und einem „frischen Magengeschwür“ sollte man Abstand von seiner Fastenkur nehmen. Buchingers Klinik wird heute bereits erfolgreich in dritter Generation von Enkel Andreas Buchinger als ärztlichem Leiter weitergeführt.

Auf feste Nahrung wird bei Buchinger komplett verzichtet. Dafür steht reichlich Flüssigkeit – in Form von Wasser, Kräutertees, Molke, Saft oder klarer Gemüsesuppe – auf dem Menüplan.

Heilfasten nach Buchinger beginnt mit einem Obsttag, am zweiten Tag gibt es nur noch 40 Gramm Glaubersalz, gelöst in warmem Wasser, und Pfefferminztee. Das Glaubersalz entfaltet bald seine abführende Wirkung. Um die Darmtätigkeit jedoch während der gesamten Fastenkur in Schwung zu halten, wird alle zwei Tage zu einem Einlauf geraten.

Während des Fastens werden am Vormittag ein Glas Obst- oder Gemüsesaft, abends Süßmolke oder Tee und zusätzlich pro Tag mindestens eineinhalb bis zwei Liter Wasser kredenzt.

Das Fasten soll sämtliche Organe entlasten und eine Befreiung des Körpers von allen Giften und Schlacken bewirken.

In Österreich bietet Roman Wilfinger im Biohotel Bad Waltersdorf auch Saftfasten nach Buchinger an. Entschlacken und Entsäuern stehen dabei im Vordergrund. „Wir verbrauchen Energie, und so wie man im Ofen einheizt, bleiben eben auch im menschlichen Körper zwischen den Zellen Schlackenprodukte zurück, deren Entsorgung durch Fastenkuren unterstützt wird. Und übersäuert sind wir sowieso alle.“

Eine Darstellung, die Marianne Tammegger schlicht auf die Palme bringen könnte: „Das ist ja wirklich die schlimmste Erklärung“, empört sich die Direktorin der Akademie für den Diätdienst am Linzer Krankenhaus der Elisabethinen: „In der Ernährungsmedizin gibt es keine Schlacken. Der Körper entledigt sich der Abbaustoffe. Und sobald Stoffe nicht mehr ausgeschieden werden können, ist es so lebensgefährlich, dass sicher keine Fastenkur mehr nutzt. Und eine Übersäuerung gibt es nur bei Herzstillstand und Nierenfunktionsstörungen. Für Tammegger sind „Schlacken und Säuren nur ein guter Werbegag, sonst nichts!“

Da ist Andreas Buchinger, Enkel des Heilfastengründers Otto Buchinger, anderer Meinung: „Entschlackung ist eine Metapher, die mein Großvater prägte. Dieser Begriff entspricht einerseits dem subjektiven Gefühl des Wohlbefindens, der Leichtigkeit und der zunehmenden Klarheit, die Fastende erleben. Andererseits kann der Begriff objektive Veränderungen beschreiben: Die Atmung wird freier, die Haut wird reiner, die Stimmungslage positiver, Beschwerden nehmen ab.“

Insofern fühlen sich Körper und Geist tatsächlich von Belastungen befreit. Und schließlich sollte das subjektive Wohlbefinden des Fastenden im Vordergrund stehen. Auch wenn bislang das Heilfasten den wissenschaftlichen Nachweis schuldig bleiben musste, präventiv oder heilend zu wirken, und zwar weder bei „Zuständen nach Geschlechtskrankheiten“ noch bei „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ oder der „Frühjahrsmüdigkeit“.

Hier stinkt's
Ableitung, Ausleitung, Ausscheidung, Entstauung, Entlastung, Entschlackung, Entgiftung …“, propagiert der Facharzt für innere Medizin Hellmut Lützner in seinem Fastenprogramm, bei dem Tee, Schleim, Rohsäfte oder Molke verabreicht werden. Die Ausscheidung der „Schlacken“ wird durch Buttermilch und Sauerkrautsaft gefördert. Der frühere Facharzt an der Buchinger-Klinik am Bodensee leitete im Bayrischen Fernsehen die Sendung „Fasten für Gesunde“ und schrieb zahlreiche Bestseller zum Thema.

Was er darin beschreibt, wirkt beeindruckend: „Der fastende Körper entledigt sich seiner Stoffwechselreste und seiner seit Jahren angehäuften Stoffwechselschlacken durch alle Öffnungen und Poren“ (Lützner: „Wie neugeboren durch Fasten“, 2004). „Alle Schleusen des Körpers sind während des Fastens geöffnet (...). Der Urin ist zeitweise recht dunkel und riecht penetrant.“

Aber sicherlich nicht, weil hier das pure Gift abgesondert wird. Sondern der Glukosebedarf von Gehirn, Leber, Fettgewebe und Muskulatur schaltet nach zwei Fasttagen auf „Spar-Energie“ um, die aus Ketonkörpern gewonnen wird. „Darunter versteht man die Energiegewinnung aus Reserven im Rahmen der Gluconeogenese in der Leber“, erklärt Ingrid Kiefer, Universitätsdozentin am Institut für Sozialmedizin der Universität Wien. Als Ketonkörper bezeichnet man Acetacetat, sein Reduktionsprodukt D-3-Hydroxybutyrat und Aceton. „Im Urin wird nach mehrtägigem Fasten zunehmend das Endprodukt der Ketonkörperverbrennung – das Aceton – ausgeschieden. Das ist der eigentliche Grund für den unangenehmen Geruch und die Farbveränderungen des Urins“, so Kiefer.

Je nach Heftigkeit des Dauerfastens und zu wenig Wasseraufnahme kann es zu Urogenitalinfektionen mit Blut im Urin kommen, weil die Körperabwehr durch übermäßiges Fasten geschwächt wird und Bakterien die Nierenepithelien beschädigt haben.

„Allerhand Ekeldüfte lassen ahnen, was da alles über die Haut mit dem Schweiß in die Wäsche abwandert“, so Lützner. Wir ahnen, dass auch der schlechte Körpergeruch aus einer Steigerung der Acetonausscheidung resultiert. Doch Sozialmedizinerin Kiefer kennt noch ganz andere Nebenwirkungen intensiven Fastens als bloß strengen Geruch: „Bei längerem Fasten können Schwindelgefühl, Konzentrationsstörungen, Kälteempfinden, trockene Haut und Haarausfall auftreten. Es kann auch zu Gichtanfällen kommen.“

Doch Lützner kann nicht genug Körperöffnungen ausfindig machen, über die beim Fasten angeblich die puren Giftstoffe austreten: „Durch die Lungen, durch die Schleimhäute der oberen Luftwege, über die Scheide, über den Mund …“ Der schlechte Atem erklärt sich allerdings ebenfalls durch die Acetonausscheidung, denn Aceton wird in geringen Mengen – analog zu getrunkenem Alkohol – abgeatmet. Auch Zähneputzen oder Gurgeln ändern daran herzlich wenig. Eine Tafel Schokolade oder ein bisschen Traubenzucker hingegen wirken Wunder, weil die Acetonproduktion recht schnell eingestellt wird.

Alexander Graffi, Fastenleiter im Kloster Pernegg, das regelmäßig Fastenkurse nach der Lützner-Methode anbietet, hält trotzdem eisern daran fest: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Ärzte gibt, die der Meinung sind, dass es im Körper keine Ab- oder Einlagerungen gibt. Aber selbst wenn dem so wäre und Fasten diesbezüglich überhaupt keine Wirkung hätte, würde es für mich persönlich noch immer genug Gründe geben, die mich fasten ließen.“

Trink ma noch a Glaserl Wein
"Vollsaugen und auspressen", lautet das Prinzip des Kärntner Ganzheitsmediziners Rainer Schroth, um den Energiehaushalt des Körpers wieder auf gleich zu bringen. Dafür greift dieser auch gern auf unkonventionelle Mittel zurück, die sein Vorfahre, der Bauer und Fuhrmann Johann Schroth (Jahrgang 1798), propagierte, weil er damit eine Knieverletzung auskurieren konnte. Wo andere Kurärzte Molke, Fruchtsäfte und Gemüsebrühen verschreiben, schenkt Doktor Schroth seinen Gästen reinen Wein ein: „Dieser unterstützt den Kreislauf, verbessert die Durchblutung, fördert die Ausscheidung über die Nieren und führt dem Körper Spurenelemente zu.“

Naturgemäß spalten sich an dieser Stelle die Meinungen der Experten: „Wir leben in einer Gesellschaft, in der es nicht wenige Alkoholprobleme gibt“, beklagt etwa Andreas Buchinger von der Buchinger-Kurklinik, „mir kam auch zu Ohren, dass nicht selten außerhalb der Kureinrichtung weitergetrunken wird.“ Ein Tester des Konsumentenschutzes moniert in der zuletzt erschienenen VKI-Diätbroschüre ebenfalls: „An manchen Tagen sind bis zu einem Liter Wein erlaubt – das ist reichlich Alkohol, nicht nur für eine Kur.“

Diese Wahrnehmungen scheinen sich nicht mit den Erfahrungen erprobter Schrothianer zu decken, zu denen etwa der Vorsitzende der Bau Beteiligungs AG, Hans Peter Haselsteiner, das Gastronomen-Ehepaar Eveline und Walter Eselböck oder der Kabarettist Werner Schneyder zählen. Diese berichten im Gegenteil von einem erstaunlich niedrigen Verträglichkeitspegel. „Manchmal bringt man gerade einmal ein Viertel hinunter. Meist hat man aber schon nach einigen Schluck genug“, heißt es unisono. Im Übrigen werde, so Schroth, auf den Vorwurf des VKI angesprochen, „keinesfalls ein Liter Wein am Tag“ ausgeschenkt.

Die Unbedenklichkeit seiner Anwendungsmethode rechtfertigt der Arzt folgendermaßen: „Die Leber wird nicht belastet, da wir den Wein nicht mit Fett und Eiweiß, wie in Wurst, Fleisch oder Käse vorhanden, servieren. Sondern bei uns werden dem Körper nur Kohlehydrate zugeführt: Reis, Grieß, Hafer, Dörrpflaumen, Semmeln und Zwieback. Alles fettfrei und salzlos.“ Die Kohlehydrate seien wichtig, „damit der Körper nicht zu viel Eiweiß abbaut“.

Die Ernährungsberaterin und Sportwissenschafterin Cathrin Drescher sieht dies übrigens ähnlich wie Schroth: „Wein belastet die Organe, wenn er so getrunken wird, wie wir ihn in unserem Alltag konsumieren, nämlich in Kombination mit Fett oder Eiweiß.“

Tagsüber gibt es bei der Schroth-Kur neben Reis, Zwieback & Co „in einer Menge, die jeder für sich selbst bestimmen kann“, ohnedies nur Wasser oder Tee. Speziell abends löse Wein – zusätzlich zu den bereits erwähnten Vorteilen – jenen Positiveffekt aus, dass sich der in feuchte Wickel eingehüllte Körper erstens leichter und zweitens stärker erhitze.

Denn im täglichen Dunstwickel besteht, neben Semmeln und Wein, der dritte Eckpfeiler der Kur. „In seiner ersten Reaktion wehrt sich der Körper gegen die kalt-feuchten Tücher, also kurbelt er die eigene Wärmeproduktion an und scheidet damit weitere Giftstoffe aus“, erläutert Schroth. Die Behandlung sei beendet, sobald der Körper die Wickel trockengewärmt habe – „bei manchen dauert das drei Stunden, bei anderen eine ganze Nacht“.

Zumindest zwei Aspekte der Schroth-Kur wurden durch den VKI positiv hervorgehoben: dass diese „nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt“ werde sowie „der Hinweis, dass die Gewichtsreduktion ohne Ernährungsumstellung nicht von Dauer sein wird“.

Tatsächlich stehen sowohl zu Beginn als auch gegen Ende der Kur medizinische Check-ups auf dem Programm, Blut-, Harn- und Stuhluntersuchung sowie ein Ultraschall der wichtigsten Organe. „Bei manchen Krankheiten, wie bösartigen Geschwülsten, Herzfehlern, infektiösen Erkrankungen oder hochgradiger Zuckerkrankheit, eignet sich die Schroth-Kur nicht“, hält der Doktor fest. Für solche Fälle werden alternative Gesundheitsprogramme zusammengestellt. Auch betrachte er seine Methode nicht primär als Abnehmkur: „Das ist vielleicht eine schöne Begleiterscheinung. Aber mein Ziel ist es, die Leute zu einer bewussteren Lebensführung zu bringen. Hat ein Gast nach einem Jahr vielleicht zehn Prozent seiner Fehler abgelegt, bin ich als Arzt schon hochzufrieden.“

Milch und Semmel
"Der Tod sitzt im Darm", so lautete Franz Xaver Mayrs Erkenntnis. Der österreichische Arzt ging davon aus, dass der menschliche Organismus völlig übersäuert ist, was eine basenbildende Kost wieder ausgleichen soll. Die so genannte Kursemmel – eine altbackene Semmel, die mit Milch (teelöffelweise, nicht getrunken!!) verzehrt wird – soll Abhilfe schaffen. Die Kur wendet sich an Kranke wie an Gesunde und soll auch gegen Alterserscheinungen helfen.

Das Grundprinzip der F.-X.-Mayr-Kur lautet: „Schonung, Schulung, Säuberung.“ Schulung vor allem deshalb, weil auch essen gelernt sein will: Laut Mayr muss nämlich langsam gegessen werden, kleine Bissen sollten dreißig- bis fünfzig- mal gekaut werden. Jeder Bissen soll mit einer „fröhlichen, zuversichtlichen Einstellung“ so lange gekaut werden, bis ein süßlicher Brei entsteht. Erst dann darf man hinunterschlucken. Um die angesammelten Gifte auszuschwemmen, soll viel Wasser sowie Kräutertees getrunken und Glaubersalz gegen die Darmträgheit genommen werden. Die Methode des 1875 geborenen Mediziners ist mittlerweile so berühmt, dass es eine internationale Gesellschaft der F.-X.-Mayr-Ärzte gibt und zertifizierte Zentren für moderne Mayr-Medizin.

Harald Stossier wird der ärztliche Leiter des neuen Fastenhotels Viva werden, das Anfang April seine Pforten in Maria Wörth öffnen soll. Stossier war bislang medizinischer Leiter des Golfhotels am Wörthersee und hat die Mayr-Kur modernisiert: „F. X. Mayr ist nicht mehr Milch und Semmeln, sondern in der modernen Variante eine individuelle Therapie, bei der Lebensmittelunverträglichkeiten und die persönliche Leistungsfähigkeit mit berücksichtigt werden.“ Stossier unterstützt seine Klientel je nach deren Bedürfnissen während der Kur mit Mineralstoffen, einer Darmspülung, der so genannten Hydro-Colon-Therapie, und durch Erhöhung der Körpertemperatur auf 38 Grad.

„Fasten ist die einzige Methode, die wissenschaftlich erwiesen lebensverlängernd wirkt“, ist Stossier überzeugt. „Es ist das älteste Heilverfahren, das in der Natur überall Gültigkeit hat. Wenn sich ein Tier verletzt hat, zieht es sich zurück und isst nichts, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.“ Ein Phänomen, das auch Lützner immer wieder in seinen Büchern bemüht, um darauf zu verweisen, dass Fasten ganz natürlich sei. Wobei Stossier durch Fasten nicht akute Krankheiten heilen will, sondern Zivilisationserkrankungen: „Stoffwechselstörungen, Diabetes oder rheumatische Erkrankungen, die durch chronische Übersäuerung entstehen.“

Nina Siegenthaler bezweifelt das heftigst. Sie ist Projektleiterin Ernährung beim Verein für Konsumenteninformation, der 80 Fastenkuren und Diäten untersuchen ließ: „Eine Übersäuerung gibt es – bei einer funktionierenden Niere – nicht. Wenn sie allerdings nicht funktioniert, darf schon gar keine Fastenkur gemacht werden. Auch eine Entgiftung ist nicht nötig, denn die Darmwand erneuert sich alle drei Tage, das ist das körpereigene Entgiftungsprinzip.“

Vitaminbombe für robuste Naturen
Hippokrates empfahl in seinen medizinischen Schriften Kohl als Heilmittel gegen Verdauungsstörungen und Frauenleiden. Aristoteles schwor auf das vitaminreiche Gemüse, um die Nachwirkungen von exzessivem Alkoholgenuss zu mildern. Auch die großen Heilkundigen des Mittelalters, Hildegard von Bingen oder Albertus Magnus, bescheinigten der Blätterkugel eine positive Wirkung bei vielerlei Beschwerden.

Die Liste der kräftigenden Substanzen liest sich tatsächlich wie der Beipacktext zu einem Multivitamin-Präparat. Kohl enthält Vitamin A, B1, B2, B6, E, C, K, Folsäure (unentbehrlich für Blut und Zellen), Natrium, Kalium (Säure-Basen-Haushalt!), Kalzium, Magnesium, Eisen, Glukosinolate (kurbelt Verdauung an und senkt Cholesterinspiegel), Polyphenole (antimikrobiell) und Ballaststoffe. Weil diesem Cocktail schwer etwas entgegenzusetzen ist, preist sogar der Verein für Konsumenteninformation die „magische Kohlsuppe“ als „einen möglichen Einstieg in eine kontrollierte Ernährungs- und Verhaltensumstellung an“. Bei längerer Anwendung wird allerdings vor einer „Überversorgung mit manchen Vitaminen und Mineralstoffen“ gewarnt.

Das Prinzip der Kohlsuppendiät – von der unzählige Rezeptvarianten existieren, angefangen beim spartanischen Klassiker aus wenigen Zutaten bis hin zu Meisterkoch Eckart Witzigmanns exotischer Variante mit Curry, Kerbel und Koriander – funktioniert einfach: Für die Verarbeitung von Kohl benötigt der Organismus mehr Energie, als ihm die Suppe schenken kann. Damit ist scheinbar die ideale Ausgangsbasis für die Vernichtung von Kalorien gegeben.

Allerdings beherbergt die „magic soup“ auch schwer überbrückbare Nachteile. Sie sorgt häufig für heftige Blähungen, in der Fachsprache als Flatulenz bezeichnet, womit der Bewegungsfreiraum im sozialen und beruflichen Umfeld erheblich eingeschränkt wird. Die Ernährungsberaterin Cathrin Drescher warnt außerdem vor „weiteren eigenartigen Ausdünstungen“ – meist beginne man „komisch“ zu riechen. Sie rät daher, die Anwendung auf verlängerte Wochenenden einzuschränken. „Viel länger als drei Tage sollte man die Kohlsuppendiät ohnedies nicht praktizieren“, ist Drescher überzeugt, „sonst stellt sich der Stoffwechsel um, und dann kommt es leicht zu einer neuerlichen Gewichtszunahme.“ Aus diesem Grund hält Drescher es für unerlässlich, bereits am zweiten Diättag Obst und Gemüsehäppchen zwischendurch einzuschieben. Am dritten sollte man auch Fisch oder Fleisch zu sich nehmen. „Mithilfe kleiner Snacks bleibt der Verdauungsapparat am Arbeiten, so vermeidet man den Jo-Jo-Effekt. Es ist auch wichtig, in dieser Zeit auf den Genuss von Alkohol zu verzichten“, mahnt Drescher.

Die oft kolportierten Entgiftungskräfte der magischen Krautsuppe entlocken den meisten Experten bloß ein Lächeln: „Was ,magisch‘ ist, lässt sich eben leicht verkaufen“, schmunzelt der Kurarzt Rainer Schroth viel sagend.

Ebenfalls einen Hauch von Sarkasmus lässt der Präsident der Akademie für Ernährungsmedizin und Leiter des Ernährungsbereichs an der Wiener Universitäts-Kinderklinik, Kurt Widhalm, anklingen: „Grundsätzlich ist zu sagen: Der Mensch hält sehr viel aus.“ Widhalm kann allerdings „jeder Kur etwas abgewinnen, wenn ihr Sinn darin besteht, dass man sich entspannt und einen Bezug zum eigenen Körper herstellt. Wenn es hingegen – wie bei der Kohlsuppendiät – nur darum geht, Gewicht zu reduzieren, lässt sich sagen, dass die meisten Menschen dadurch auf Dauer nicht in der Lage sind, dieses Ziel zu erreichen.“

Abschied vom Jo-Jo
Fünf Kilo pro Woche und das dauerhaft – hört sich verlockend an. Dieter Markert verspricht Schluss zu machen mit dem lästigen Jo-Jo-Effekt. Der Schlüssel zum dauerhaften Diäterfolg soll in einer gesteigerten Produktion von Schilddrüsenhormonen liegen.

Während der Diät nimmt man keine feste Nahrung zu sich. Am ersten Tag wird der Darm mit Glaubersalz geleert – das kennen wir bereits. Dann ernährt man sich ausschließlich von einem speziellen Drink aus Soja- und Milcheiweiß sowie Honigenzymen. Dieser Drink ist als Almased-Vitalkost, inzwischen weiterentwickelt zu Multane, in Apotheken erhältlich. Er wird auf drei Portionen über den Tag verteilt. Dazu gibt es noch klare Gemüsesuppe, so viel man will. Insgesamt sollen mindestens drei bis dreieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag aufgenommen werden.

Für die Vermarktung des Eiweißprodukts Almased hat Markert mit der Erfindung seiner Diät jedenfalls Großes geleistet. Die Schilddrüsen der Anwender werden davon aber relativ unbeeinflusst bleiben, und auch dem Jo-Jo-Effekt wurde kein Schnippchen geschlagen. Dass die Diät eine Produktion der Schilddrüsenhormone steigert, ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Der Einfluss der Ernährung auf die Schilddrüse ist – abgesehen von Jod – relativ gering. „Die bei der Markert-Diät angepriesene Turbo-Wirkung des zusätzlich angebotenen Eiweißprodukts ist nicht nachvollziehbar“, befindet auch der Heilfastenarzt Andreas Buchinger, „und auch unter dem Gesichtspunkt der ohnehin täglichen Eiweißüberfütterung der heutigen Ernährung bedenklich.“

Als „Turbo-Diät“ wird die Markert-Methode für Lesefaule auch als Comic angeboten. Das empfohlene Eiweißpräparat ist dasselbe: Almased. Passenderweise heißt auch die Comicfigur Alma. Damit alles ein bisschen schneller geht, wird hier nicht einmal mehr die Gemüsebrühe selbst zubereitet, sondern auf Fertigprodukte verwiesen.

Auch im Heilfasteninstitut Fessler am Losenstein wird ein Eiweißcocktail gemixt. Roman Fessler bietet nach seinem eigenen Fastenprogramm: Cellulite-Fasten, Wirbelsäulenfasten, Ayuryoga-Fasten, Heilfasten nach den Fünf Elementen, Sagenhaftes Fasten, Heilfasten Anti-Aging und Heilfasten Wandern an.

„Die Unterschiede bei unseren einzelnen Fastenprogrammen sind nur geringfügig“, erklärt Ulrike Ginzler, Ernährungsberaterin bei Fessler, „bei Ayuryoga wird eben viel Yoga gemacht und beim Wirbelsäulenfasten gibt es eben andere Gymnastik.“

Allen Fastenprogrammen gemeinsam ist jedoch der Eiweißcocktail. Erfinder Roman Fessler ist Heilfastenmeister und hat aus Eigenbedarf begonnen, „wegen seiner Gewichtsprobleme“, erklärt Ginzler und fügt hinzu, „obwohl Fasten nur für kurze Zeit gegen Übergewicht hilft. Der Jo-Jo-Effekt ist logisch und unvermeidbar. Außer man ändert sein gesamtes Ernährungsverhalten.“

Sauer macht lusitg
Sogar das Diäten freundlich gesonnene Internetportal diaet.com bezeichnet die Zitronensaftkur als „völlig verantwortungslos“. Fritz Hoppichler, Stoffwechselexperte und Präsident der Adipositas-Gesellschaft Österreichs – die sich mit der Erforschung, Behandlung und Prävention von Fettsucht befasst –, spricht im Zusammenhang mit dieser Fastenkur von „Körperverletzung“ und bittet explizit darum, auch so zitiert zu werden.

Bei der Zitronensaftkur wird täglich der verdünnte Saft von drei bis sechs Zitronen mit zirka 18 Löffeln Ahornsirup und etwas Cayennepfeffer getrunken – und zwar über einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen. Andere Nahrungsmittel sind in dieser Zeit nicht erlaubt. „Schwächeanfälle sind mit dieser auf 300 Kalorien reduzierten Kur sicher“, schreibt der österreichische „Konsument“. Kurerfinder

K. A. Beyer, ein Schweizer Psychologe – der derzeit für Studienzwecke in China weilt –, argumentiert hingegen: „Schwä-cheanfälle sind das Resultat von Schlacken, die durch unsere Blutgefäße zirkulieren, und stammen nicht von einem Mangel an Nahrung oder Vitaminen.“ Außerdem behauptet Beyer, dass man mithilfe seiner Kur in zehn Tagen fünf bis zehn Kilogramm Fett abnehmen würde. Dabei gilt es als allgemein bekannt, dass selbst bei einer Nulldiät nicht mehr als zwei Kilogramm Fett pro Woche abgebaut werden können. In der Fachwelt gilt ebenfalls als unumstritten: Obgleich die Zitrone als Basenträger gilt, können Magen und Darm mit der ungewohnt hohen Säurezufuhr kaum umgehen. Beschwerden sind also vorprogrammiert.

Wie von der Madal Bal AG in der Schweiz zu erfahren ist, die nicht nur das Werk von K. A. Beyer in Buchform, sondern auch den von ihm empfohlenen Ahornsirup vertreibt: Der Meister selbst widme sich mittlerweile neuen Projekten und sei von seiner Zitronensaftkur auch nicht mehr so überzeugt – „nur der Ahornsirup, der verkauft sich immer noch blendend“.

Schnitzel-Arithmetik
"Friss die Hälfte" ist der Diätklassiker schlechthin: Er besticht schon allein durch seine Einfachheit. Denn alles ist erlaubt, solange man nur weniger davon isst als vorher. Das beginnt beim Frühstück mit einer halben Schüssel Schokoflocken und endet abends beim viertel statt dem halben Backhuhn (das mit 667 Kalorien den Schwergewichtsrekord unter den Lieblingsspeisen der Österreicher hält) mit etwas Salat. Der Rat, zusätzlich etwas Sport zu betreiben, scheint in Zusammenhang mit FDH so gut wie nie auf.

Trotzdem meint Internist Fritz Hoppichler: „FDH ist grundsätzlich gut. Denn eine geringere Nahrungsaufnahme bedeutet auch weniger Kalorien.“ Allerdings gibt er zu bedenken: „Auf lange Sicht bringt FDH nichts, wenn die Abnehmformel nicht auch mit einer Ernährungsumstellung verbunden ist.“ Noch pointierter formuliert Nina Siegenthaler, die Projektleiterin für Ernährung beim Verein für Konsumenteninformation, den eindeutigen Schwachpunkt der Kur: „Wenn ich vom Ungesunden die Hälfte esse – nach dem Motto: Statt zwei Schnitzel nur noch eines –, wird die Ernährung davon auch nicht gesünder.“ Im „Konsument“-Diätentest wird FDH daher mit zwei klaren Minuspunkten bewertet: Erstens verhindere diese Abspeckmethode jeden Lerneffekt, der zu einer Ernährungsumstellung und einem vernünftigen Bewegungsprogramm führen sollte, und zweitens „überwiegt dann doch irgendwann der Hunger“, und alle Kalorienreduktion ist wieder beim Teufel.

Eine sinnvolle Abwandlung von FDH stellt hingegen „Dinner Cancelling“ dar. „Sicher ist, dass das Absinken des Glukosespiegels Krebs und den Alterungsprozess hintanhält“, weiß der Hormonexperte Johannes Huber. Je früher man die letzte Tagesmahlzeit einnehme, desto förderlicher erweise sich dies für die Erneuerung der Zellen. „So wird die vermehrte Ausschüttung des Wachstumshormons, das für Jugendlichkeit und ein längeres Leben steht, nicht durch Verdauungsvorgänge blockiert“, erklären die Experten. Kurarzt Rainer Schroth rät 14 Uhr als sinnvolle Obergrenze, was vermutlich zu einer recht spartanischen Abendgestaltung führt.

Huber erweist sich in diesem Fall etwas großzügiger und setzt die letzte Mahlzeit mit 17 Uhr an. „Zeit“-Gourmetkritiker Wolfram Siebeck etwa hält sich mit dieser Strategie schon seit Jahrzehnten in Form: „Frühstückt man erst ein bisschen später, verlegt sich auch das Mittagessen stärker in den Nachmittag. Dann braucht man abends nicht mehr so viel.“

Aber auch die Wirkung von Dinner Cancelling scheint für manche nicht eindeutig belegt zu sein. Denn Diätakademie-Leiterin Marianne Tammegger ist überzeugt: „Es kommt auf die Kalorienbilanz des Tages an. Wer vorher schon zu viel gegessen hat, dem nützt auch Dinner Cancelling nichts. Und die angebliche Ausschüttung des Wachstumshormons ist wissenschaftlich auch durch nichts bewiesen.“ Huber sieht das freilich anders: „In der Labormedizin ist der Test, der das Wachstumshormon nachweist, längst etabliert. Daran gibt es also auch wissenschaftlich nichts zu rütteln.“

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