Click, fly & buy

Billigfluglinien haben den Immobilienmarkt ganzer Regionen neu definiert.

Christian Mandl, der ebenso junge wie selbstbewusste Gründer und Chef von SkyEurope, weiß, wie er Dalmatien- Fans ködern kann: "Wir sorgen für den schnellsten Zugang zur Adria. Gerade nach Dubrovnik sind die Straßen ja noch nicht so gut." Damit zielt er auf eine ganz neuartige Kundschaft ab - in letzter Zeit wurden nämlich ganz spezielle Wünsche an ihn herangetragen. Mandl: "Es haben Österreicher angefragt, ob wir unsere Kroatien-Ziele auch in den Winterflugplan aufnehmen, weil sie sich dort ein Haus gekauft haben."

Derzeit fliegt die vom Flughafen Bratislava operierende Low-Cost- Airline nach Split (sechsmal wöchentlich), Zadar (zweimal wöchentlich) und Dubrovnik (dreimal wöchentlich), allerdings nur in den Sommermonaten. Der um lächerliche 25 Euro beworbene Split-Flug kostet dann zwar doch rund 290 Euro, wenn man kurzfristig bucht (mit Rückflug eine Woche später). Aber gegenüber neun Stunden Autofahrt sind drei Stunden Flug (inklusive Busanreise von Wien nach Bratislava und Check-in) noch immer eine angenehme Alternative - vor allem wenn die Verlässlichkeit der Flüge zunimmt und sich die Verfügbarkeit von Tickets verbessert.

Dass der erstaunliche Triumphzug der Billigfluglinien à la Ryanair auch den Immobilienmarkt an den Zielorten verändert hat, wird jetzt offenkundig. So haben Ryanair, Easyjet & Co mit teils spottbilligen Flügen ganze Regionen für neue Touristenund Immobilienkäuferschichten geöffnet: Nordspanien etwa, aber auch das französische Languedoc, in dem es schmucke Appartements noch wesentlich billiger gibt als in der Provence.

Allerdings: Ein wirklich dichtes Angebot an Billigflügen gibt es vor allem für Briten und Deutsche, in Österreich ist es bislang ziemlich dürftig. Bis auf die seit kurzem von Wien aus Mallorca ansteuernde Germania Express hat nur SkyEurope klassische Feriendestinationen im Programm - und das von Bratislava aus.

Generell ist äußerste Vorsicht angebracht. Die Lockpreise der Billigairlines entsprechen selten den tatsächlichen: Wer extrem kurzfristig bucht, für den ist es meist gar nicht mehr so günstig. Außerdem ist die Branche im Umbruch: Übernahmen und Pleiten werden in den nächsten Jahren den Markt ordentlich durcheinander wirbeln. Ludwig Bresich, Kroatien-Immobilienspezialist aus Wien, hat die SkyEurope-Homepage aber schon einmal unter seinen "Favoriten" gespeichert und schaut regelmäßig nach, ob ein für ihn passender Flug rasch und preiswert verfügbar ist: "Bisher ist es sich aber noch nie ausgegangen."

Trotz des dürftigen Billigflugangebots für Österreicher mit mediterranem Zweithausbesitz kann man zumindest indirekt an den Segnungen der globalen Flugpreisschlacht teilhaben: Unter dem Druck der Diskonter bieten Iberia, Spanair, Alitalia, Swiss, Adria Airways und Croatian immer wieder Billigtickets nach Mittelmeerzielen an. Der Nachteil: Man muss meist umsteigen. Der Vorteil: oft tägliche Verbindungen - auch im Winter.

Avaaz sammelt nicht nur online Millionen von Unterschriften, sondern begleitet seine Kampagnen oft mit öffentlichen Aktionen. In vielen Fällen, gerade bei globalen Anliegen, ist das von Erfolg gekrönt.
 

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